Tiril Eckhoff sorgt sich nach verpatztem "Sesongstart" um norwegische Damen: "Ein bisschen beängstigend"
Tiril Eckhoff hat sich angesichts durchwachsener Leistungen der norwegischen Biathletinnen beim traditionellen "Sesongstart" besorgt geäußert. Die Olympiasiegerin sagte in einem Interview mit "NTB", sie sei "überrascht", nachdem es im Sommer geheißen hatte, das Team habe Fortschritte gemacht. Die Ergebnisse aus Sjusjöen sprächen jedoch eine andere Sprache, meinte die 34-Jährige.
Tiril Eckhoff ist seit 2023 TV-Expertin in Norwegen
Fotocredit: Getty Images
Ingrid Landmark Tandrevold und Maren Hjelmeset Kirkeeide nahm sie dabei aus der Kritik aus. Tandrevold gewann beim "Sesongstart" den Massenstart vor Kirkeeide und der Italienerin Dorothea Wierer.
Im Sprint hatte Tandrevold zuvor ebenfalls die Nase vorne gehabt, verwies dort ihre Landsfrauen Emilie Aagheim Kalkenberg und Gro Njölstad Randby auf die Plätze, ehe mit Anastasia Kuzmina (Slowakei) die erste nicht Norwegerin folgte. Kirkeeide war dort nur 37. geworden.
Die anderen Norwegerinnen, die im Weltcup starten, enttäuschten. Karoline Erdal machte es noch am besten (11./5.). Karoline Offigstad Knotten (24./4.) und Marit Ishol Skogan (7./19.) kamen zumindest je einmal in die Top Ten. Juni Arnekleiv (28./12.), Marthe Kraakstad Johansen (13./34.) und Ida Lien (38./15.) enttäuschten dagegen im international nur zweitklassig besetzten Feld.
"Ich war ein wenig überrascht", sagte Eckhoff, die in Norwegen als TV-Expertin arbeitet. Für sie habe es im Feld der Norwegerinnen "große Unterschiede" gegeben. Mit Blick auf den Saisonstart in Kontiolahti (ab Freitag live bei Eurosport) sei das "sogar ein bisschen beängstigend".
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Quelle: Eurosport
Eckhoff freut sich mit Tandrevold
Was Eckhoff beunruhigt: Im Sommer habe ihr Nationaltrainer Patrick Oberegger von Fortschritten erzählt. Die Leistungen vom "Sesongstart" hätten nun jedoch gezeigt, dass im Herbst "etwas nicht ganz richtig gelaufen" sei. Denn: "Die Ergebnisse zeigen etwas ganz anderes."
Dass Sprint-Weltcupsiegerin Tandrevold nach einem Handbruch und Hüftproblemen im Sommer schon vorne mitlaufen und sogar zweimal gewinnen konnte, überzeugte Eckhoff indes. Dennoch sei sie gespannt, wie es im Vergleich mit den Athletinnen aus den anderen Ländern aussieht, "denn ich habe ein wenig Angst, dass sie in diesem Sommer auch gute Arbeit geleistet haben".
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Die zweifache Olympiasiegerin, die 2020/21 den Gesamtweltcup gewann und im Frühjahr 2023 ihre Karriere beendete, fühlt sich derweil in der Rolle als TV-Expertin wohl.
In Zukunft könne sich die 34-Jährige eine Trainerrolle vorstellen, aktuell jedoch noch nicht. Eckhoff: "Ich glaube, dass mir dazu aktuell die Geduld fehlt. Generell finde ich es gut, ein paar Jahre Abstand vom Sport zu haben, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen."
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