Französischer Verbandschef Stéphane Bouthiaux kritisiert IBU wegen neuer Startgruppenregel: "Absolut skandalös"
Publiziert 04/10/2024 um 15:26 GMT+2 Uhr
Die neue Startgruppen-Regelung des Weltverbandes IBU ist weiter ein großes Thema. Auch Stéphane Bouthiaux, Direktor der französischen Biathlon-Nationalmannschaft, kann der Entscheidung nichts abgewinnen. "Wir sind absolut gegen das neue Startsystem, das völlig unlogisch ist", sagte der Ex-Biathlet im Interview mit dem "Nordic Magazine". Die besten Athleten hätten es sich verdient zu wählen.
Quentin Fillon Maillet muss auch bald nach der neuen Regel starten
Fotocredit: Getty Images
"Das neue System ist so, als hätten sie beschlossen, die Besten zu belasten, um das Niveau aller Athleten anzugleichen. Ich finde das absolut skandalös", so Bouthiaux.
Durch die neue Regel starten die besten Sportlerinnen und Sportler erst in Startgruppe drei, um die Rennen für das TV-Publikum länger attraktiv zu gestalten. Bei Aktiven, Trainern und vielen anderen Beteiligten gab es für die Idee aber von Beginn an wenig Gegenliebe.
"Ich habe den Leuten bei der IBU deutlich gemacht, dass ich gegen dieses Projekt bin. Das Athletenkomitee war dagegen, die Vertreter der Trainer auch und ich glaube, dass die Hälfte des technischen Komitees ebenfalls dagegen war", berichtete Frankreichs Biathlon-Chef.
"Das Problem ist, dass der 16. der Weltrangliste mit der Startnummer 16 und der Erste der Weltrangliste mit der 75 starten kann, was einen Zeitunterschied von einer halben Stunde ausmacht. Wenn man solche Bedingungen wie bei den letzten Weltmeisterschaften hat, ist das eine echte Katastrophe", gab Bouthiaux zu bedenken: "Das ist ein echter Skandal und inakzeptabel."
warnung vor schwierigen WetterBedingungen
Die Regelung sei "völlig unsportlich". Er sei vor allem gespannt auf die Weltcuporte, die oft nicht optimale Bedingungen vorweisen können, etwa in Oberhof oder Le Grand-Bornand. "Ab dem Zeitpunkt, an dem wir Plustemperaturen haben, verschlechtert sich die Piste ohnehin nur."
Bouthiaux will das Thema nun aber abhaken: "Ich bin der Meinung, dass wir aufhören sollten, Energie gegen diese Entscheidung aufzuwenden. Man weiß, dass man sich damit abfinden muss, und man muss es in den Kopf bekommen."
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Quelle: Eurosport
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