"Ich habe immer noch sehr viel Spaß. Es ist ein unglaubliches Gefühl hier bei dieser WM. Ich fühle mich stark", sagte Björndalen. Klare Aussagen, ob nach der Saison Schluss ist, vermeidet der ewig junge 42-Jährige hartnäckig. Vom Weltcupfinale in der kommenden Woche im russischen Chanty-Mansijsk spricht der achtmalige Olympiasieger noch. Wie es danach weitergeht, weiß nur er selbst.
Der WM-Titel mit der Staffel an der Seite von Tarjei und Johannes Thingnes Bö sowie Emil Hegle Svendsen bedeutete zugleich Björndalens 43. WM-Medaille - die 44. legte er einen Tag später zum Abschluss mit Bronze im Massenstart nach. In Sprint und Verfolgung hatte er in der Vorwoche schon jeweils Silber gewonnen, doch das 20. Gold wird für immer etwas Besonders bleiben. "So etwas habe ich noch nie erlebt. Es ist eine unglaubliche Euphorie", sagte Björndalen zur Stimmung in seinem Heimatland.

Karriere extra verlängert

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Für die Weltmeisterschaften am legendären Holmenkollen hat er seine Karriere extra verlängert. Eigentlich sollte schon 2014 nach den Olympischen Spielen in Sotschi Schluss sein. Doch der Olympiasieg im Sprint und die Aussicht auf das Spektakel vor den eigenen Fans stimmten ihn um. "Es ist ein großer Tag, denn zu Hause ist das sehr speziell. Ich kenne sehr viele Leute hier in Oslo. Das war ein einmaliges Publikum", sagte Björndalen.

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Sieben Jahre lang hatte Björndalen keine WM-Einzelmedaille mehr gewonnen, doch in Norwegen klappte es wieder. Kein Wunder, dass ihn die Fans nun zum Weitermachen bewegen wollen. Und was sagt Björndalen dazu? "Ich habe das schon oft kommentiert, ich konzentriere mich nur auf die nächsten Rennen."
Und das macht er schon ziemlich lange. 1997 in Osrblie hatte der Rekord-Olympiasieger seine ersten WM-Medaillen gewonnen. Ein Jahr zuvor absolvierte er in Antholz seinen ersten Weltcup. Viele seiner heutigen Gegner waren da gerade in der Grundschule. In den kommenden beiden Jahrzehnten sollte er seinen Sport dominieren. Immer hungrig nach Erfolgen, immer auf der Suche nach Verbesserungen.

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Für die junge Generation der Skijäger ist Björndalen ein wandelndes Denkmal, der größte Athlet ihrer Sportart. Acht olympische Goldmedaillen, sechs Gesamtweltcupsiege und 95 Weltcuperfolge lassen jeden ehrfürchtig werden. "Als ich mit dem Biathlon angefangen habe, war er schon an der Spitze. Er ist ein Idol für jeden", sagte der viermalige Saisonsieger Simon Schempp dem "SID".
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