Schweizer Bob-Verband fordert nach schwerem Unfall in Altenberg um Sandro Michel Sicherheitskommission

Nach dem schweren Unfall des Schweizer Viererbobs in Altenberg, bei dem sich Anschieber Sandro Michel lebensgefährlich verletzt hatte, wird die Forderung nach einer Sicherheitskommission laut. Swiss-Sliding-Präsident Sepp Kubli erklärte in einer Pressemitteilung: "Der größtmögliche Schutz der Athletinnen und Athleten muss für einen Weltverband einer Rennsportart die allerhöchste Priorität haben."

Der Schweizer Bob mit Sandro Michel und Michael Voigt

Fotocredit: Getty Images

Der Schweizer Bobverband Swiss Sliding verlange daher vom Weltverband IBSF die Einsetzung eines Sicherheitsdelegierten. In der Kommission soll es nach Wunsch der Eidgenossen unabhängige Experten geben, z.B. im Bereich Material, oder Bahnbau.
Auch ein Athletenvertreter und eine Athletinnenvertreterin sollen ein Teil davon sein. "Es reicht uns nicht, wenn man uns beteuert, dass man sich darum kümmert", stellte Kubli klar.
Die Risiken in Altenberg seien laut der Schweizer "seit Jahren bekannt, ohne dass die IBSF hinreichende Maßnahmen ergriffen hat".
Geht es nach Swiss Sliding, soll bereits im Juni auf dem Jahreskongress des Weltverbandes in Lake Placid die neue Sicherheitskommission beschlossen werden.

Sandro Michel nach Operationen wieder in der Schweiz

Am 13. Februar war es im Eiskanal von Altenberg in der Zielkurve zu dem folgenschweren Unfall gekommen. Der Bob von Pilot Michael Vogt rutschte nach einem Sturz zurück in die Bahn und traf den herausgefallenen Anschieber Michel. Dabei verletzte sich der 27-Jährige schwer im Hüftbereich und am Brustkorb.
Kurzzeitig bestand sogar Lebensgefahr. Nach drei Operationen in Dresden konnte Michel mittlerweile aber wieder in die Schweiz zurückkehren. Auch Pilot Vogt eine Gehirnerschütterung.
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