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Bob-WM: Francesco Friedrich feiert 16. WM-Titel in Lake Placid - Dauerrivale Johannes Lochner hat das Nachsehen
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Publiziert 15/03/2025 um 16:57 GMT+1 Uhr
Francesco Friedrich hat sich in Lake Placid mit einer Machtdemonstration seinen 16. WM-Titel gesichert. Der Sachse gab im Vierer auf der anspruchsvollen Olympiabahn von 1932 und 1980 Johannes Lochner einmal mehr das Nachsehen und triumphierte eine Woche nach dem Sieg im Zweier auch in der Königsdisziplin - für den 34-Jährigen war es der siebte WM-Erfolg im großen Schlitten in Folge.
Francesco Friedrich fährt zu seinem 16. WM-Titel
Fotocredit: Getty Images
Francesco Friedrich hämmerte überglücklich auf seinen Bob und fiel seinen Anschiebern dann in die Arme: Der Dominator hat sich vom Beton-Chaos und einer Wetterlotterie bei der WM in Lake Placid nicht aus der Ruhe bringen lassen und seiner Goldstory in der Eisrinne ein weiteres Erfolgskapitel hinzugefügt.
Eine Woche nach seinem Triumph im Zweier setzte sich der Sachse auch im Vierer vor seinem Dauerrivalen Johannes Lochner durch und untermauerte seine Vormachtstellung elf Monate vor den Olympischen Spielen eindrucksvoll.
Für Friedrich war es der siebte WM-Titel im großen Schlitten in Folge und der 16. insgesamt, er bleibt unantastbar der beste Bobfahrer der Welt. Lochner gratulierte im Zielbereich fair.
"Wir sind sehr zufrieden", sagte Friedrich gewohnt routiniert - und richtete den Blick direkt nach vorne Richtung Olympia: "Wir haben ganz viele Aufgaben trotzdem, obwohl erstmal alles super ist und wir alles gewonnen haben. Es geht weiter."
Lochner: "Ich bin froh, dass es vorbei ist"
Einen Tag nach dem Beton-Chaos - der zweite Lauf war annulliert worden, nachdem Lochner bei schmelzendem Eis in Kurve fünf über Beton gefahren war und sich "die ganze hintere Kufe" ramponiert hatte - ließ Friedrich mit seinen Anschiebern Matthias Sommer, Alexander Schüller und Felix Straub der Konkurrenz bei erneut deutlichen Plusgraden am Samstag keine Chance.
Seinen Vorsprung von 0,29 Sekunden aus dem gewerteten ersten Lauf baute er im dritten Lauf auf über eine halbe Sekunde aus, im vierten Durchgang riskierte er nichts mehr und lag am Ende 0,28 Sekunden vor dem Berchtesgadener Lochner.
"Ich bin froh, dass es vorbei ist", sagte Lochner, der starke vierte Lauf sei dennoch "gut fürs Ego" gewesen. Nun freue er sich auf den Urlaub: "Ein paar Tage die Beine hochlegen - und dann geht das Chaos von vorne los."
Dritter wurde der Brite Brad Hall (+0,48 Sekunden). Adam Ammour vom BRC Thüringen verpasste das Podium als Fünfter (+1,18) knapp. "Es war eine sehr solide Saison", bilanzierte Ammour: "Es fehlen noch das athletische Niveau und die Erfahrung."
Friedrich feiert in Lake Placid 16. WM-Titel
Die entscheidenden Läufe bei den Männern gingen anders als am Freitag ohne größere Vorkommnisse über die Bühne, obwohl die Bahn mit fortschreitender Renndauer sichtbar nachließ.
Lochner trat mit einer Ersatzkufe und einer neuen Nase seines Bobs an, nachdem er sich am Freitag zusätzlich ein Loch in den Schlitten getreten hatte. Der "ewige" Zweite, der nach seinem Chaos-Tag über die Bahnbedingungen geschimpft hatte, konnte nicht mehr zurückschlagen.
Weniger als ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo ist das erneute Double von Friedrich bei der Standortbestimmung ein Ausrufezeichen. Der viermalige Olympiasieger peilt in Italien seine Goldmedaillen Nummer fünf und sechs an - sollte die im Neubau befindliche Bahn in Cortina nicht pünktlich zu den Winterspielen (6. bis 22. Februar 2026) fertig wird, würde Lake Placid einspringen.
Am Abend ab 18:00 Uhr suchen die Frauen im Zweier ihre neue Weltmeisterin, die deutschen Aussichten sind dabei prächtig: Angeführt von Olympiasiegerin Laura Nolte steuert das BSD-Team auf einen Dreifachsieg zu.
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(SID)
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