Wladimir Klitschko über Karriere-Beginn: "Habe Boxen nicht geliebt"

Ex-Weltmeister Wladimir Klitschko hat eingestanden, den Boxsport zu Beginn seiner Karriere vor allem als Weg in die Freiheit angesehen zu haben. "Ich habe Boxen nicht geliebt", sagte der 42-Jährige im Interview mit t-online.de über seine Anfangszeit und erklärte: "Ich war in der Sowjetunion in einer Art Käfig. Reisen war unmöglich, außer, wenn du Politiker warst - oder Sportler."

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Der Sport sei daher mehr Mittel zum Zweck gewesen. "Ich habe die Rolle eines Profi-Boxers eingenommen. Ich bin kein geborener Boxer", sagte Klitschko, der 2017 seine Karriere beendet hatte. Erst Trainer-Legende Emanuel Steward habe seine Einstellung verändert: "Er hat mir die Liebe zum Box-Sport vermittelt, weil er mir zeigte, dass es um mehr geht, als nur um Draufhauen."
Als Tiefpunkte seiner Karriere beschreibt er die überraschenden Niederlagen gegen Corrie Sanders und Lamon Brewster 2003 und 2004.
Er selbst habe aber nie Zweifel an der Fortsetzung seiner Laufbahn gehabt. "Es war eine innere Überzeugung, dass ich weitermache, obwohl ich nichts mehr hatte: keinen Promoter, keinen Fernsehsender, der meine Kämpfe übertragen wollte, keinen Bruder im selben Business", sagte Klitschko.
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