Eurosport
Rallye Dakar 2023: Sébastien Loeb stellt neuen Rekord auf - Nasser Al-Attiyah vor fünftem Gesamtsieg
Von
Publiziert 14/01/2023 um 13:45 GMT+1 Uhr
Sébastien Loeb war auch am vorletzten Tag der Rallye Dakar 2023 in Saudi-Arabien nicht zu stoppen. Der Franzose setzte mit seinem Prodrive Hunter seine starke Performance fort und sicherte sich den sechsten Etappensieg in Folge. Damit stellte er einen neuen Rekord auf. Obwohl Loeb das Rennen wie auch zuletzt eröffnen musste, war dies kein Nachteil für den Rallye-Rekordweltmeister.
"Werfe meine ganze Dakar weg": Crash sorgt für riesigen Frust
Quelle: Eurosport
Am Vortag hatte Loeb mit fünf Tagessiegen hintereinander den Rekord von Ari Vatanen egalisiert. Nun ist der Franzose alleiniger Rekordhalter.
"Es ist großartig, obwohl der Rekord nicht unbedingt mein Ziel war", sagte der 48-Jährige. "Ich wollte meinen zweiten Platz zementieren. Ich fühle mich im Sand gut und kann eine starke Pace fahren. Ich habe Vertrauen und kann aggressiv fahren, während ich auf gebrochene Dünen achte."
Insgesamt war es für ihn in diesem Jahr der siebte Etappensieg. Diese Anzahl gelang zuletzt Carlos Sainz im Jahr 2011. Trotzdem wird Loeb aller Voraussicht nach ein weiteres Jahr auf seinen ersten Gesamtsieg warten müssen.
Denn auch bei Nasser Al-Attiyah verlief der Samstag reibungslos. Der Toyota-Fahrer verwaltet seit Tagen seinen großen Vorsprung in der Gesamtwertung. Vor der letzten Etappe hat Al-Attiyah ein komfortables Polster von knapp einer Stunde und 22 Minuten auf Loeb.
Al-Attiyah bleibt unantastbar - Gottschalk auf Podestkurs
"Wenn wir an jedem Tag in den Top 5 landen, dann ist das für uns gut, weil wir einen großen Vorsprung haben", lautet sein Motto. Am Samstag belegte Al-Attiyah fünfeinhalb Minuten hinter Loeb den zweiten Platz im Tagesergebnis.
Die 13. Etappe war der letzte große Tag. Es ging hinaus aus dem "Empty Quarter". Die Strecke führte in nördlicher Richtung von Schaiba nach Hofuf. Insgesamt mussten 675 Kilometer zurückgelegt werden. Mit 154 Kilometern war die gewertete Speziale wieder relativ kurz.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/01/12/3524938.jpg)
Nasser Al-Attiyah
Fotocredit: Getty Images
Einen spektakulären Überschlag legte Century-Fahrer Brian Baragwanath schon nach 19 Kilometern hin. Er und sein Beifahrer Leonard Cremer blieben unverletzt. Durch den Unfall verloren sie massiv an Zeit, aber sie konnten die Fahrt fortsetzen.
Lucas Moraes und Timo Gottschalk (Toyota) gingen kein Risiko ein, denn für beide galt es, den Podestplatz in der Gesamtwertung zu halten. Im Vergleich zu Loeb büßte das Duo zwölf Minuten ein.
In der Gesamtwertung sind Moraes/Gottschalk auf Platz drei. Der Vorsprung nach hinten beträgt rund 55 Minuten. Der Brasilianer Moraes, der seine erste Dakar bestreitet, ist damit auf dem besten Weg am Sonntag auf dem Podium zu jubeln.
Al-Attiyah vor fünftem Gesamtsieg
Einen guten Tag hatte auch wieder der letzte Audi im Rennen. Mattias Ekström belegte den dritten Platz. In der zweiten Woche zeigte der Schwede mit den Tagesergebnissen vier, zwei, drei, zwei und drei eine sehr gute Konstanz.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/01/14/3287915-67238568-2560-1440.png)
Aus für Walkner: Stürze überschatten vorletzte Etappe
Quelle: Eurosport
Auch Lokalmatador Yazeed Al-Rajhi und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Toyota) erlebten eine reibungslose Etappe. Sie klassierten sich auf dem sechsten Rang. Eine Chance bleibt für sie noch, um einen zweiten Tagessieg einzufahren.
Am Sonntag findet die 14. und letzte Etappe statt. Die letzten Kilometer führen entlang des Persischen Golfs von Hofuf nach Dammam. Es wartet eine schnelle Speziale, die mit 136 Kilometern sehr kurz ist.
Al-Attiyah steht nach 2011, 2015, 2019 und 2022 vor seinem fünften Gesamtsieg.
Das könnte Dich auch interessieren: Loeb macht das halbe Dutzend voll und zieht an Gottschalk vorbei
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung