Rallye Dakar: Titelanwärter Sébastien Loeb muss nach Unfall aufgeben - Auto des Mitfavoriten überschlug sich mehrfach

Rallye-Rekordweltmeister Sébastien Loeb ist auch in seinem neunten Anlauf, die legendäre Dakar zu gewinnen, gescheitert. Der Superstar verzog sich völlig frustriert ins Biwak seines Teams beim Off-Road-Event in Saudi-Arabien. Der 50-Jährige wollte nicht über das Startverbot auf der vierten Etappe der Rallye Dakar sprechen, das teilte sein Dacia-Rennstall mit: "Er ist eindeutig zu enttäuscht."

Rally - Dakar 2025 - Stage 3 - Clip - Loeb's crash and repair

Quelle: Eurosport

Dem Franzosen fehlt das wohl letzte besondere Puzzleteil in seiner phänomenalen Karriere somit weiter. Von 2004 bis 2012 hatte er die Rallye-Weltmeisterschaft WRC dominiert und sich neun Titel gesichert, zudem ist er dort unter anderem Etappen-Rekordsieger und hat die meisten Punkte gesammelt.
Während er auf den kurzen Wertungsprüfungen über Asphalt, Kies und Schnee zeitweise nicht zu bezwingen war, läuft es bei der Dakar im Sand nicht richtig rund. Schon dreimal (2017, 2022 und 2023) verpasste er in neun Teilnahmen als Zweiter den Sieg nur knapp.
In diesem Jahr sollte Besonnenheit der Schlüssel sein. "Ich denke, dass sich ein intelligentes Rennen, bei dem Exzesse und Schwachsinn vermieden werden, sicherlich auszahlen würde", hatte er vor dem Auftakt gegenüber der Nachrichtenagentur "AFP" gesagt.

Überschlag bringt Loeb um alle Chancen

Nun lösten sich seine Träume vom ersten Dakar-Sieg der Karriere schon kurz nach dem Start der dritten Etappe bei einem spektakulären Überschlag in einer großen Sandwolke auf. "Es ist ein Wunder, dass wir hier sind", sagte Loeb später im Ziel ernüchtert.
Seinen völlig demolierten Dacia-Sandrider hatte er noch mit Ach und Krach nach Al Henakiyah gesteuert. "Wir haben es geschafft, aber am Ende haben wir eine Stunde verloren." Da ahnte er aber noch nicht, dass es am fünften Tag noch schlimmer kommen sollte.
Die technischen Kommissare des Automobil-Weltverbands FIA stellten Schäden am Überrollkäfig seines Autos fest. "Die Inspektion [...] führte zu einem Startverbot [...]", teilte die Rennleitung später mit, am Mittwoch durfte Loeb nicht teilnehmen. Wie autosport.com berichtet, legte Dacia noch in der Nacht einen Protest gegen den Ausschluss ein. Loebs Fehlen auf mindestens einer Etappe wird den Gesamtsieg für ihn aber erneut unerreichbar machen.
(SID)
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Highlights: Sainz muss aussteigen - Loeb feiert Comeback

Quelle: Eurosport


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