Olympia 2026: Curling-Weltverband schreibt Regel-Rund-Mail nach "Fuck-off"-Eklat zwischen Schweden und Kanada

Nach dem lautstarken und viral gegangenen Curling-Streit zwischen Kanada und Schweden hat der Weltverband eine E-Mail an alle bei Olympia teilnehmenden Mannschaften geschickt. Darin erläutert die World Curling Federation (WCF) die korrekte Abgabe der Spielgeräte. "Wir möchten klarstellen, was als ordnungsgemäßes Loslassen eines Curling-Steins zulässig ist", heißt es in dem Rundschreiben.

Stella Heiß erklärt Curling-Beef zwischen Kanada und Schweden

Quelle: Eurosport

In der E-Mail nennt der Curling-Weltverband nach dem Zwist vom Freitagabend drei Regel-Auffrischungen, die stichpunktartig aufgelistet sind.
Zudem kündigte die WCF an, dass die Schiedsrichter den Abwurf bei allen verbleibenden Matches der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo genau beobachten würden.
Jeder Verstoß gegen die Regel werde "geahndet und der Stein muss ohne weitere Verwarnung aus dem Spiel genommen werden".
So listete der Curling-Weltverband die Regeln für alle verständlich auf:
  • Eine doppelte Berührung des Stein-Griffs vor der "Hog Line" am Abwurfende sei erlaubt.
  • Eine erneute Berührung des Stein-Griffs nach der "Hog Line" am Abwurfende sei nicht erlaubt. Diese werde von den neuen elektronischen Griffen erkannt.
  • Ein Stein müsse unter Verwendung des Griffs abgegeben werden. Das Granit-Material "zu irgendeinem Zeitpunkt während der Vorwärtsbewegung" zu berühren, sei nicht erlaubt. Dies gelte gleichbedeutend als "Berührung eines sich bewegenden Steins, was dazu führt, dass der Stein aus dem Spiel genommen wird".
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"F*** off!" Streit zwischen Kanada und Schweden eskaliert

Quelle: Eurosport

"Fuck off!" Hitziger Streit zwischen Kanada und Schweden

Am dritten Spieltag der Vorrunde war es beim Duell zwischen Kanada und Schweden zu einem lautstarken Eklat in der sonst so ruhigen Sportart gekommen. Dabei ging es um verbotene Doppelberührungen, die die Skandinavier dem Rekord-Olympiasieger vorwarfen.
Insbesondere der Schwede Oskar Ingemar Eriksson und der Kanadier Marc Kennedy waren in der Folge aneinandergeraten. Bei dem Wortgefecht hatte Kennedy seinen Gegner mehrfach mit dem vulgären Ausdruck "fuck off!" (Verpiss Dich!") angebrüllt.
Da die Spieler alle verkabelt sind, war der erstaunliche Curling-Beef erst live um die Welt und später auf Social Media viral gegangen.
World Curling teilte zunächst mit, es seien keine Regelverstöße aufgefallen.
Am Tag darauf sprach der Weltverband nach Studie der TV-Bilder dennoch eine mündliche Verwarnung gegen die Kanadier für die Wortwahl Kennedys aus.
World Curling wies zudem darauf hin, dass "ein weiteres unangemessenes Verhalten zusätzliche Sanktionen nach sich ziehen würde" und bezog sich dabei auf die Regel R.19, die unter anderem besagt, dass "jeder Verstoß" zu einer Suspendierung der betreffenden Person führen kann.
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"So wollen wir das sehen": Dreierhaus für deutsche Curler

Quelle: Eurosport


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