Olympia 2026: Curling-Match zwischen Kanada und Schweden eskaliert in heißem Wortgefecht - "You can fuck off!"
VonLukas Fegers
Update 14/02/2026 um 22:45 GMT+1 Uhr
Überkochende Emotionen und laute Wortgefechte: Szenen, die eher beim Fußball zum Alltag zählen, gab es bei Olympia 2026 nun beim sonst eher ruhigen Curling. Im Match am Freitagabend gerieten der Kanadier Marc Kennedy und der Schwede Oskar Ingemar Eriksson lauthals aneinander. Mehrfach schmetterte Kennedy den Kraftausdruck "fuck off!" ("Verpiss Dich!") in Richtung des Schweden. Was war geschehen?
"F*** off!" Streit zwischen Kanada und Schweden eskaliert
Quelle: Eurosport
Beim dritten Vorrundenspiel der Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo hatte Eriksson dem kanadischen Curler vorgeworfen, gegen die Regeln zu verstoßen. Es ging um mutmaßlich irreguläre Doppelberührungen, die Kennedy allerdings rigoros bestritt.
"Wer macht das? Wer? Ich habe das noch nie gemacht", konterte der 44-Jährige den Vorwurf des zehn Jahre jüngeren Schweden. Anschließend schob er ein lautes "Fuck off" hinterher, dem er während des Wortgefechts noch mehrere folgen ließ.
Auf Kennedys vehementes Abstreiten reagierte Eriksson mit der Ankündigung, ihm nach dem Spiel ein Video des mutmaßlichen Regelverstoßes zu zeigen. An die Schiedsrichter gewandt, wiederholte er diese Ankündigung.
Da die Spieler alle verkabelt sind, ging der erstaunliche Curling-Beef erst live um die Welt und später auf Social Media viral. Die Referees konnten derweil kein irreguläres Verhalten durch Kennedy feststellen, der sich mit seinem Team schließlich 8:6 durchsetzte.
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Stella Heiß erklärt Curling-Beef zwischen Kanada und Schweden
Quelle: Eurosport
Frühe Unterbrechungen im hitzigen Curling-Match
Schon früh hatte Schweden das Spiel unterbrechen lassen, um einen Regelverstoß der Kanadier zu überprüfen. Auch Kanada bat darum, den Schweden genauestens auf die Finger zu schauen.
Im wahrsten Sinne: Die Curling-Steine müssen vor einer bestimmten Linie losgelassen werden, sie sind dabei am Griff zu führen. Bei den Winterspielen haben die Steine elektronische Griffe. Wird ein Stein erst hinter der "hog line" losgelassen, leuchtet rotes Licht für einen Regelverstoß.
Darum aber ging es Schweden nicht, sondern um die verbotene Doppelberührung. "Wir haben es den Schiedsrichtern gesagt, aber sie haben die Regel falsch ausgelegt", betonte Eriksson. World Curling teilte mit, es seien keine Regelverstöße aufgefallen.
Am Tag darauf sprach der Weltverband nach Studie der TV-Bilder dennoch eine mündliche Verwarnung gegen die Kanadier für die Wortwahl Kennedys aus.
World Curling wies zudem darauf hin, dass "ein weiteres unangemessenes Verhalten zusätzliche Sanktionen nach sich ziehen würde" und bezog sich dabei auf die Regel R.19, die unter anderem besagt, dass "jeder Verstoß" zu einer Suspendierung der betreffenden Person führen kann.
Dritter Sieg für Kanada - dritte Pleite für Schweden
In einem Interview nach dem Match ließ Kennedy seinem Ärger noch einmal freien Lauf. "Das ist mir scheißegal", betonte er mit Blick auf Eriksson: "Ich habe ihm gesagt, wo er sich das hinstecken soll."
Eriksson sei vermutlich "verärgert über die Niederlage", sagte Kennedy. Für Rekord-Olympiasieger Kanada war es der dritte Sieg im dritten Vorrundenspiel, während Schweden bereits die dritte Pleite einstecken musste.
Trotz hochkochender Emotionen fand Kennedy aber auch noch versöhnliche Worte. Er habe Eriksson erklärt, dass er "ihn als Spieler sehr respektiere und nie ein schlechtes Wort" über ihn verloren habe. Nur: Er "verstehe wirklich nicht, was er sich davon verspricht", so Kennedy.
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(mit SID)
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Perfekter letzter Stein: Deutschland schlägt Italien
Quelle: Eurosport
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