Ceylin del Carmen Alvarado rettet sich beim Weltcup in Namur ins Ziel - Michael Vanthourenhout siegt bei den Männern
Update 16/12/2024 um 00:21 GMT+1 Uhr
Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Deceuninck) hat in Namur bei nassen Bedingungen den dritten Weltcup der Saison gewonnen. Lucinda Brand (Baloise – Trek Lions) fuhr nach schwachem Start ein starkes Finale und sicherte sich den zweiten Platz. Das Podium komplettierte Puck Pieterse (Fenix - Deceuninck). Bei den Männern gewann Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen - Bingoal).
Vanthourenhout setzt sich in Namur durch - Highlights
Quelle: Eurosport
Kata Blanka Vas (SD Worx – Protime) aus Ungarn wurde vor ihrer luxemburgischen Teamkollegin Marie Schreiber Vierte.
Nachdem der erste Platz in Namur von 2018 bis 2021 immer an Brand gegangen war, war Alvarado am Sonntag zum zweiten Mal in Serie erfolgreich. Genau diese beiden Frauen lieferten sich im Finale ein nervenaufreibendes Duell – obwohl die Fenix-Fahrerin schon wie die sichere Siegerin ausgesehen hatte.
"Am Anfang fühlte ich mich noch sehr gut, aber dann schlug langsam die Müdigkeit zu", sagte Alvarado im Sieger-Interview. "Ich habe einige Fehler gemacht und konnte mit meiner Brille wegen des Matsches auch fast nichts mehr sehen. Ich wollte sie aber auch nicht wegwerfen, weil der Matsch sonst in meine Augen gespritzt wäre", beschrieb sie ihren innerlichen Konflikt.
Regen hatte die ohnehin schwere Strecke in Wallonien aufgeweicht und technisch noch herausfordernder gemacht. Nachdem Brand zunächst im hinteren Bereich der Top Ten unterwegs war, fand sie immer besser ins Rennen und fuhr in der Schlussrunde sogar die beste Rundenzeit des Wettkampfes. "Sie war heute wirklich stark. Eine Aufholjagd ist manchmal natürlich leichter als die Gejagte zu sein. Aber sie war echt gut!", erkannte Alvarado die Leistung ihrer Verfolgerin, vor der sie am letzten Anstieg nur noch drei Sekunden Vorsprung behauptete, an.
Brand nicht standhalten konnte in der Vorschlussrunde Pieterse. Auf Position zwei liegend wurde sie von ihrer Landsfrau überholt und stehen gelassen. "Puh! Es war schwer. Ich musste mich erst wieder ans Cross gewöhnen. Ich habe sicher nicht alles perfekt gemacht, aber ich bin froh, dass ich keine großen Stürze oder dummen Fehler fabriziert habe", urteilte die Mountainbike-Weltmeisterin nach ihrem ersten Einsatz dieses Winters.
Van Empel nach drei Stürzen nur Siebte
Von den fünf deutschen Starterinnen schlug sich Elisabeth Brandau (EBE Racing) am besten. Nach gewohnt schlechtem Start schob sich die 38-Jährige immer weiter nach vorn, um das Ziel letztendlich auf Position 26 zu erreichen. Judith Krahl (Heizomat – Herrmann) wurde nach fünf von sechs Runden aus dem Rennen genommen und als 42. – fünf Plätze vor Kaija Budde (Peter Pane – Nagel) – gewertet.
Nach drei von elf Weltcups führt Brand in der Gesamtwertung mit elf Punkten Vorsprung auf Fem van Empel (Visma – Lease a Bike), die einen 'Offday' hatte und nach drei Stürzen nur Siebte wurde. "Ich war am Anfang vielleicht etwas zu optimistisch unterwegs", kommentierte sie ihre zwei Crashs in der Anfangsphase. "Ich habe aber immer weitergekämpft, das war das Positive dieses Tages", meinte sie weiter. Die nächste Runde des Weltcups findet am 21. Dezember in Hulst statt.
Verstrynge überrascht bei Sieg von Vanthourenhout
Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen - Bingoal) war am Ende der matschverschmierte aber lachende Sieger und baute seine Gesamtführung damit aus.
Er gewann vor Toon Aerts (Deschacht - Hens - FSP). Der Belgier ging mit vier Sekunden Vorsprung auf die letzte Passage der gefürchteten Traverse und büßte dort nach einem erneuten Sturz alle Hoffnungen auf den Sieg ein.
Überraschungsdritter wurde Emiel Verstrynge (Crelan - Corendon), der zu Beginn der Schlussrunde seine beiden Landsleute attackierte und erst durch einen Sturz in einer Abfahrt definitiv aus dem Kampf um den Sieg ausschied.
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Quelle: Eurosport
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