Cyclocross Weltcup: Mathieu van der Poel weiter nicht zu stoppen - fünftes Rennen, fünfter Sieg für Superstar

Mathieu van der Poel (Alpecin - Deceuninck) hat den Weltcup in Besancon gewonnen. Auch bei seinem fünften Saisoneinsatz fuhr er problemlos zum Sieg. Toon Aerts (Deschacht - Hens - FSP) kam 20 Sekunden nach dem Weltmeister als Zweiter ins Ziel, Niels Vandeputte (Alpecin - Deceuninck) vervollständigte das Podium. Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen - Bingoal) sicherte den vierten Rang.

Highlights: Van der Poel auch in Besancon unschlagbar

Quelle: Eurosport

Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen - Bingoal) hatte einen Pechtag, fuhr aber wie sein Teamkollege einen starken zweiten Teil und verteidigte darum als Siebter seine Gesamtführung.
"Ich mag den Kurs und die Zuschauer. Es ist schön hier, in Frankreich zu fahren", sagte der Enkel der französischen Radsportlegende Raymond Poulidor im Ziel-Interview. "Oft sind wir mit dem Cross-Zirkus nicht mehr im Ausland", fügte van der Poel an.
Er hatte schon letzte Saison in Besancon auf dem höchsten Podest gestanden. Sein erneuter Erfolg sah spielerisch einfach aus, doch der Weltmeister korrigierte diesen Eindruck. "Es war sehr hart - und die letzten beiden Runde waren noch härter."
Schwierigkeiten verursachte den meisten Fahrern vor allem der seifige Untergrund. "Ich habe trotzdem mein Ding gemacht und den ganzen Tag Probleme vermieden. Das war heute auf diesem technisch schweren Parcours mein Ziel", erklärte der 29-Jährige.

Van der Poel ohne KOnkurrenz

Wieder einmal war er selbst sein einziger, wirklicher Gegner. "Es ist hier natürlich ein Vorteil, allein zu fahren und die eigene Linie wählen zu können. Jedes Mal, wenn eine Kurve nicht klappt, will ich es in der nächsten Runde besser machen. Und wenn das wieder nicht klappt kommt man kurz danach wieder und steht vor dem Dilemma, welche der beiden Linien man jetzt fahren soll", schilderte er seine Gedanken bei seiner Solofahrt.
Ein Sturz, Probleme beim Radwechsel und ein kaputter Schuh machten Vanthourenhout in Besancon das Leben schwer. Davon zu profitieren schien Aerts, der seine virtuelle Führung im Gesamtweltcup aber nicht ins Ziel retten konnte, da sein Landsmann eine starke Aufholjagd hinlegte.
"Ich hatte einen guten Start, fand dann irgendwie Grip und war gleich mit ein paar Jungs weg", blickte Aerts auf seine gelungene Anfangsphase zurück, in der er den gestürzten Vanthourenhout sofort unter Druck setzte.

Vanthourenhout führt Gesamtwertung an

In Gavere hatte der Flame als Zehnter noch enttäuscht, Grund dafür war eine Krankheit. "Ganz erholt habe ich mich noch nicht. Ich habe noch ziemlichen Schnupfen. Aber irgendwann muss man wieder voll angreifen - und das war heute!"
Jonas Köpsel und Matteo Oberteicher (beide Peter Pane - Nagel) waren die einzigen Deutschen, die nach Frankreich gereist waren. Beide wurden am Ende der Vorschlussrunde aus dem Rennen genommen. Köpsel wurde sechs Positionen vor seinem Landsmann als 44. gewertet.
Nach sieben von elf Weltcups führt Vanthourenhout die Gesamtwertung an. 25 Zähler dahinter liegt Aerts auf dem zweiten Rang. Der nächste Lauf findet am 5. Januar 2025 in Dendermonde statt.
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Quelle: Eurosport


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