Laurens Sweeck nutzt Abwesenheit von Wout van Aert und Mathieu van der Poel - Puck Pieterse triumphiert in Koksijde

Schon früh waren Laurens Sweeck und Tibor del Grosso beim X2O Badkamers Trofee in Koksijde dem Rest des Feldes davongefahren, bis zur vorletzten Runde lieferten sich die beiden ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel. Dann fuhr der erfahrende Belgier dem U23-Weltmeister aus den Niederlanden davon. Bei den Frauen feierte Puck Pieterse nach einem überzeugenden Rennen den ersten Sieg des Winters.

Highlights: Sweeck triumphiert nach hartem Kampf in Koksijde

Quelle: Eurosport

Del Grosso wurde mit 26 Sekunden Rückstand Zweiter. Das Podium komplettierte der Belgier Toon Aerts (+0:52). Pim Ronhaar erreichte das Ziel vor Joran Wyseure als Vierter. Eli Iserbyt verteidigte als Sechster des sechsten Laufs der X2O Badkamers Trofee die Gesamtführung.
Nach zwei zweiten und einem dritten Platz bei den letzten drei Austragungen triumphierte Sandspezialist Sweeck, der deshalb auch "Sandmann" genannt wird, erstmals in Koksijde.
"Endlich steht mein Name hier auf der Siegerliste! In der Vergangenheit bin ich hier immer auf einen Super-Mathieu oder Super-Wout gestoßen, heute konnte ich es endlich vollenden", freute sich der 31-Jährige über seinen fünften Saisonsieg, den er in Abwesenheit der beiden Top-Stars Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) und Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) feierte.

Del Grosso leistet lange Widerstand

Doch auch diesmal musste sich Sweeck mit einem außergewöhnlichen Talent herumschlagen. "In der ersten Rennhälfte waren wir auf einem Niveau unterwegs, da war es gut, noch einen Begleiter zu haben."
"Im zweiten Teil habe ich probiert, mein eigenes Ding zu machen und ihn so unter Druck zu setzen", blickte der Flame auf das Duell mit del Grosso zurück. "Ganz sicher war ich meiner Sache nicht, ich war sehr froh, dass ich irgendwann eine Lücke reißen konnte, die groß genug war, um vor dem Sand kurz Luft zu holen", so der Sieger.
Del Grosso strahlte im Ziel über seinen zweiten Platz: "Ich hätte natürlich auch gern gewonnen, aber um jemanden wie Laurens zu schlagen, muss man wirklich alles perfekt machen. Das hat aber er getan – ich habe etwas zu viele Fehler eingebaut", analysierte der 21-Jährige.
Einige seiner Fehler konnte del Grosso auf den Zwischenstücken noch kompensieren. "Ich habe es natürlich probiert, hätte letztendlich aber wohl etwas mehr Initiative übernehmen müssen. Laurens macht nie richtig große Fehler im Sand. Anfangs bin ich auch mal vorn in die wichtigen Passagen reingefahren, aber auf Dauer wurde ich müde", gab er zu.
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Highlights: Pieterse jubelt erstmals in Koksijde

Quelle: Eurosport

Pieterse überrumpelt Konkurrenz

Bei den Frauen wiederholte Puck Pieterse ihre Taktik vom Neujahrstag in Baal und konnte diesmal einen Erfolg feiern. Die Niederländerin löste sich früh aus dem Feld und konnte ihre Verfolgerinnen danach souverän auf Abstand halten.
Zweite wurde mit 19 Sekunden Rückstand ihre Landsfrau Lucinda Brand, die damit ihre Führung im Klassement ausbaute und zwei Rennen vor Schluss der Serie nur noch eine Sekunde vom Gesamtsieg entfernt ist.
Vorjahressiegerin Fem van Empel (Visma-Lease a Bike) musste sich diesmal mit Rang drei begnügen. Die Weltmeisterin machte nie den Eindruck, um den Sieg mitkämpfen zu können und kam 39 Sekunden hinter Pieterse ins Ziel. Rang vier sicherte sich Inge van der Heijden (+0:53) vor ihrer belgischen Teamkollegin Sanne Cant (+1:43), die als Fünfte die niederländische Phalanx durchbrach.

Niederländerin leistet sich keinen Fehler

Für die 22-jährige Pieterse war es der erste Sieg des Winters. "Ich bin superglücklich, es hat schließlich lange genug gedauert! Ich fühlte mich heute wieder gut auf dem Crossrad und habe keine großen Fehler gemacht, was hier sehr wichtig ist", sagte die Mountainbike-Weltmeisterin im Ziel-Interview.
Dass sie so lange auf einen Sieg warten musste, hatte ihr etwas zu schaffen gemacht. "Ich kann da eigentlich nicht so gut mit umgehen", gestand sie und fügte an: "Es geht natürlich auch um das Gefühl im Wettkampf – und das wurde jedes Mal besser."
Auch am Neujahrstag lag Pieterse schon weit in Front, bevor sie wieder eingeholt und schließlich nur Dritte wurde. In Koksijde Brand kam im Finale auf und knabberte die Hälfte ihres zeitweise 30 Sekunden betragenden Vorsprungs ab.
"Ich hörte, dass mein Vorsprung kleiner wurde und hatte schon das Untergangsszenario von Baal im Kopf. Ich wusste also, dass es noch nicht vorbei war", erzählte Brand, die in Baal noch auf der Zielgerade von van Empel eingeholt und überspurtet worden war.
Stefanie Paul (RSG Hannover) wurde am Ende der dritten Runde aus dem Rennen genommen und als beste deutsche Fahrerin auf Rang 26 gewertet. Damit kam sie eine Runde weiter als Cindy Schwedler (Harvestehuder RV), die 34. von 49 Teilnehmerinnen wurde.
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Highlights: Finale furioso bei Frauen-Rennen in Baal

Quelle: Eurosport


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