Mathieu van der Poel nach Rippenbruch bärenstark: Wout van Aert müht sich beim Cyclocross in Maasmechelen vergebens

Bei seinem ersten Cross in diesem Jahr hat Mathieu van der Poel dort weitergemacht, wo er 2024 aufgehört hatte. Beim Comeback nach vierwöchiger Pause wegen eines Rippenbruchs ließ der Weltmeister der Konkurrenz sechs Tage nach seinem 30. Geburtstag beim Weltcup in Maasmechelen keine Chance. Bei den Frauen feierte die Ungarin Kata Blanka Vas den zweiten Weltcupsieg ihrer Karriere.

Highlights: Van der Poel dominiert in Maasmechelen nach Rippenbruch

Quelle: Eurosport

Schon in der zweiten Runde fuhr Mathieu van der Poel allen auf und davon, das Ziel erreichte van der Poel 1:14 Minuten vor Wout van Aert, der Zweiter wurde.
Joris Nieuwenhuis komplettierte mit 1:53 Minuten Rückstand das Podium. Joran Wyseure wurde Vierter. Michael Vanthourenhout kam direkt nach Toon Aerts als Sechster ins Ziel und verteidigte die Gesamtführung vor seinem Landsmann.
Sechs Rennen, sechs Siege - die Winterbilanz von van der Poel bleibt auch nach dem vorletzten Weltcup makellos. Thema Nummer eins eine Woche vor der WM war aber die verletzte Rippe. "Sie war ganz okay. Ich habe sie zwar gefühlt, aber ich habe das Rennen genossen und bin sehr zufrieden", sagte van der Poel im Ziel-Interview. 
Da er wegen seiner Verletzung nicht wie geplant sein Cross-Programm runterspulen konnte, trainierte der Alpecin-Profi in Spanien auf der Straße. "Ich bin eigentlich immer ziemlich gut, wenn ich aus dem Trainingslager komme. So ein schwerer Kurs ist dann auch besser als ein ganz schneller. Man muss einfach sein eigenes Tempo suchen", erklärte van der Poel nach dem 42. Weltcupsieg seiner Karriere.

Van Aert müht sich vergebens

Sein letztes Rennen in diesem Winter bestritt van Aert, der sowohl auf das Weltcupfinale als auch auf die Weltmeisterschaft in Liévin/Frankreich zugunsten der Straßensaison verzichtet. "Bei diesen äußeren Bedingungen war das ein wirklich schwerer Kurs", gestand der Belgier, der sich mehrmals auf dem Boden wiederfand.
"Es war ein kurzer Winter. Es war nicht die Saison, auf die ich gehofft hatte. Mit meiner Verletzung von der Straßensaison im Hinterkopf war es aber wichtig, mein Programm zu begrenzen. Was ich gefahren bin, habe ich in vollen Zügen genossen. Und ich habe auf ein paar gute Resultate herausgefahren", urteilte der 30-Jährige, der die Superprestige in Gullegem und den Weltcup in Dendermonde für sich entscheiden konnte.
Beindruckend war Nieuwenhuis bei seinem erst dritten Saisoneinsatz nach langer Krankheit. "Platz drei war heute das Maximum für mich. Ich kam aus der dritten Reihe ganz nach vorn, ein guter Start war mein erstes Ziel."
"Ich habe versucht, Mathieu und Wout zu folgen, aber ich musste schnell mein eigenes Tempo fahren. Dann war es ein harter Kampf mit Joran", fasste der Niederländer seinen Wettkampf zusammen.
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Van Aert stürzt in Maasmechelen - van der Poel zieht vorbei

Quelle: Eurosport

Brand gewinnt vorzeitig Gesamtweltcup

Bei den Damen hat die Ungarin Kata Blanka Vas in Maasmechelen den zweiten Weltcupsieg ihrer Karriere gefeiert. Im Zweiersprint verwies sie die Britin Zoe Bäckstedt auf den zweiten Platz. Die Niederländerin Lucinda Brand verspielte die Chancen auf den Sieg in der letzten kurzen Abfahrt, sicherte sich als Dritte aber den Gesamtweltcup vorzeitig.
Ihre Landsfrau Puck Pieterse schied durch den einen Sturz an den Balken in der Schlussrunde aus dem Vierkampf aus. Hinter ihr wurde mit Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix - Deceuninck) eine weitere Niederländerin Fünfte.
Im Oktober 2021 stand Vas bisher zum einzigen Mal im Weltcup auf dem höchsten Podest. In Overijse war sie damals gerade 20 geworden, inzwischen ist sie 23 Jahre alt.

Traverse wird Fahrerinnen zum Verhängnis

"Ich bin sehr glücklich. Nach drei Jahren stehe ich endlich wieder ganz oben!", freute Vas sich im Ziel-Interview. In einem von Belgiern und Niederländern dominierten Sport ist sie eine Exotin. "Es ist nicht einfach, den ganzen Winter hierzubleiben. Aber jetzt ist es das alles wert", sagte Vas sichtlich gerührt mit zitternder Stimme.
Eine entscheidende Stelle war die Traverse, die im Matsch extrem rutschig war und mehreren Fahrerinnen zum Verhängnis wurde. Fem van Empel (Visma - Lease a Bike) stürzte hier gleich zwei Mal. "Ich habe das viel trainiert. Gestern war ich auch schon an der Strecke und auch heute früh bin ich schon fünfmal hier gefahren", verriet Vas, die diesen Abschnitt am besten bewältigte.
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Van Aert a dobogóról is lemaradt, Nys nyerte a pazar versenyt Benidormban

Quelle: Eurosport


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