Niels Vandeputte und Marie Schreiber gewinnen in Hulst: Beide feiern ersten Weltcupsieg im Cyclocross

Dank einer technischen Glanzleistung hat Niels Vandeputte in Hulst nicht nur einen Start-Ziel-Sieg, sondern auch seinen ersten Weltcup-Erfolg gefeiert. Der Belgier wiederholte damit das Kunststück von Marie Schreiber knapp zwei Stunden zuvor. Felipe Orts (Ridley) sorgte zur Rennmitte noch für Spannung, als er sich dem Sieger bis auf neun Sekunden näherte. Bei den Frauen wurde Lucinda Brand Zweite.

Start-Ziel-Sieg: Schreiber trumpft in Hulst auf

Quelle: Eurosport

Der Spanier musste letztendlich aber mit dem zweiten Rang zufrieden sein. Dritter wurde Pim Ronhaar vor Eli Iserbyt und Cameron Mason. Michael Vanthourenhout hatte als Siebter einen Offday mit vielen Stürzen, verteidigte aber die Weltcup-Gesamtführung.
Fast fehlerfrei umkurvte Vandeputte den nicht nur durch den Regen technisch extrem schweren Kurs an der Festungsanlage in Hulst. "Das war vielleicht mein bester Tag auf dem Rad in meiner Karriere. Ich fühlte mich großartig; sowohl technisch als auch physisch", freute sich der Alpecin-Profi.
Wie so oft kam er am besten aus den Startblöcken. "Ich wollte ein wenig Druck auf die anderen ausüben und hatte dann plötzlich eine Lücke. Da habe ich natürlich nicht mehr gewartet", blickte er zurück.
"Ich hatte nicht erwartet, dass ich das ganze Rennen allein vorn bleiben würde, aber ich bin jetzt natürlich sehr glücklich darüber. Mein erster Weltcupsieg bedeutet mir eine Menge. Ich habe jetzt zwar schon einige große Wettkämpfe gewonnen, aber ein Weltcup ist trotzdem eine andere Kategorie, gerade zur Weihnachtszeit", so Vandeputte, der zuvor zwei X2O-Trofee- und insgesamt sieben Elite-Siege feiern konnte.

Luca Harter wird bester Deutscher

Als einziger von sieben Deutschen durfte Luca Harter (Peter Pane – Nagel) das Rennen zu Ende fahren. Der 22-Jährige erreichte das Ziel auf Position 35. Besser lief es für die Legionäre von Heizomat – Herrmann. Mees Hendrikx verpasste einen Top-Ten-Platz nur knapp, auch der Schweizer Loris Rouiller fuhr zwischenzeitlich in den besten Zehn.
Gerade nachdem er in diese vorgestoßen war, fiel er allerdings weit zurück. Der Niederländer hingegen schob sich derweil auf den sechsten Platz vor. Kurz vor der Schlussrunde ging dem 24-Jährigen aber die Puste aus und er verlor den Anschluss an eine Gruppe, die ihn zuvor eingeholt hatte.
Hendrikx beendete den Wettkampf als Elfter. Rouiller überquerte den Zielstrich als bester Schweizer auf Platz 14.
Nach vier von elf Weltcups führt Vanthourenhout mit 28 Zählern vor Toon Aerts (Deschacht - Hens – FSP), der Achter wurde und nie wirklich ins Rennen fand. Das nächste Event wird schon am morgigen Sonntag in Zonhoven ausgetragen.

Marie Schreiber feiert ebenfalls Start-Ziel-Sieg

Bei den Frauen gewann Marie Schreiber ebenfalls mit einem Start-Ziel-Sieg. Lucinda Brand baute als Zweite ihre Gesamtführung aus. Puck Pieterse komplettierte das Podium. Annemarie Worst wurde vor Inge van der Heijden Vierte.
Nach dem zweiten Rang in Flamanville im Dezember 2023 und dem dritten Platz in Antwerpen vor vier Wochen hat es für die 21-Jährige in der niederländischen Provinz Zeeland zum ersten Erfolg im Weltcup gereicht. "Ich habe keine Wort hierfür, ich kann es wirklich gar nicht glauben. Ich hatte einen guten Start und lag vorn – und plötzlich lag ich weit vorn!", blickte die überglückliche Siegerin zurück.
Scheinbar mühelos hatte sie sich nach wenigen Meter von der Konkurrenz abgesetzt. "Ich hatte erwartet, dass die alle wieder rankommen. Aber zwei Runden vor Schluss dachte ich ‘Shit! Ich kann hier echt gewinnen‘. Das hat mich nervös gemacht und ich habe probiert keine Fehler zu machen", so die Führende in der U23-Wertung des Weltcups nach ihrem vierten Saisonsieg.
Zwölf Siege hat sie in ihrer Karriere gesammelt, jener in Hulst war dabei der erste in einem Wertungscross. "Ich hatte super Beine, habe in der letzten Runde aber ein paar Fehler gemacht, weil ich realisiert habe, dass ich gewinne", meinte Schreiber, die eine "eine ziemlich schwere Woche" erfolgreich abschloss. "Mein Hund ist Mittwoch gestorben. Ich war die letzten Tage echt nicht bei der Sache, nur auf dem Rad war ich voll im Tunnel."
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Vanthourenhout setzt sich in Namur durch - Highlights

Quelle: Eurosport


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