Superprestige Boom: Aniek van Alphen gewinnt überraschend - Niederländerin krönt Aufholjagd

Aniek van Alphen (777) hat in Boom überraschend das vierte Rennen der Superprestige-Serie gewonnen. Gegen Mitte des Rennens kämpfte die Niederländerin sich an die Spitze und bezwang im Sprintduell ihre Landsfrau Denise Betsema (Pauwels Sauzen-Bingoal), die nach Platz zwei neue Gesamtführende ist. Shirin van Anrooij (Baloise-Trek Lions) komplettierte das niederländische Podium.

Aniek van Alphen

Fotocredit: Getty Images

Für die 23-jährige van Alphen war es der erste Sieg in einem Rennen der drei großen Serien. Dabei lag sie nach wenigen Metern bereits weit zurück.
"Ich bin sowieso keine gute Starterin. Aber heute war Lucinda vor mir, die wurde nach außen gegen die Begrenzung abgedrängt. Ich war dahinter und habe dadurch sehr viel verloren", sagte sie mit Blick auf die frühen Probleme, mit denen Lucinda Brand (Baloise-Trek Lions) zu kämpfen hatte.
"Auf so einem schweren und breiten Kurs konnte ich dann aber schnell wieder viel gutmachen. Es lief super, vielleicht auch, weil ich so viele vor mit einholen konnte. Das hat mir Moral gegeben", fügte sie an.
Drei Spitzenreiterinnen hatten sich schnell abgesetzt, doch van Alphen kam im Verlauf des Rennens immer näher. Als das Trio zerfiel, sammelte sie die Bestandteile auf. Mit ihrer Landsfrau trug sie auf den letzten 1,5 Runden ein spannendes Finale aus, das kurz vor der schweren Passage durch den Sand kulminierte.

Betsema ließ sich im Sand den Schneid abkaufen

"Ich wusste, dass ich die größte Chance haben würde, wenn ich da als Erste durchfahre", meinte die Siegerin, die Schulter an Schulter mit ihrer Kontrahentin die Sandpassage erreichte.
"Normalerweise bin ich keine Fahrerin, die drückt und zieht. Meistens bremse ich zu schnell, aber Camiel meint immer, dass ich etwas giftiger sein darf", erinnerte sie sich an den Ratschlag ihres Teamchefs Camiel van den Bergh. So konnte sich die Sandspezialistin Betsema nicht absetzen und es kam zum finalen Spurt.
"Ich bin total keine Sprinterin, aber Denise zum Glück auch nicht. Darum konnte ich bis zum Ziel vorn bleiben", analysierte van Alphen den knappen Einlauf, mit dem sie ihren zweiten Saisonsieg nach dem in Bad Salzdetfurth perfekt machte.
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Quelle: Eurosport

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