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Weltcup in Namur: Mathieu van der Poel siegt trotz Sturz beim Saisondebüt vor Konkurrent Thibau Nys
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Publiziert 14/12/2025 um 17:52 GMT+1 Uhr
Mathieu van der Poel hat beim Weltcup im belgischen Namur seinen Saisoneinstand im Cyclocross gegeben - und direkt seinen ersten Sieg gefeiert. Die vom Niederländer gewohnte Dominanz war rund um die Zitadelle blieb aber aus. Das Rennen war spannend bis zum Schluss und der Weltmeister löste sich nach mehreren technischen Fehlern und einem Sturz erst in der Schlussrunde von drei Konkurrenten.
Enges Duell geht an van der Poel: Weltmeister siegt in Namur
Quelle: Eurosport
Thibau Nys hinterließ lange den stärksten Eindruck, stürzte aber im Finale, weswegen er bei der entscheidenden Attacke einige Meter hinten lag. Der Belgier wurde mit neun Sekunden Rückstand schließlich Zweiter vor seinem Landsmann Michael Vanthourenhout. Sein niederländischer Teamkollege Lars van der Haar belegte Platz vier vor dem Belgier Emiel Verstrynge.
Für den siebenmaligen Weltmeister war es der bereits sechste Sieg in Namur. "Auf diesem Kurs ist es immer schwer – und jetzt bin ich glücklich, dass ich gewonnen habe", meinte van der Poel, der sein Saisondebüt seit 2022 immer gewonnen hat, noch schwer atmend im Ziel-Interview.
Auf dem Parcours mit vielen Höhenmetern und technischen Passagen tat sich der 30-Jährige schwer. "Ich habe etwas zu viele Fehler gemacht. Als ich mich dann im Finale an die Spitze gesetzt habe, bin ich technisch besser gefahren als das ganze Rennen zuvor."
Ein technischer Fehler von Nys entschied dann allerdings das Rennen zugunsten des Niederländers. "Es war nicht nur ein Duell mit ihm. Vanthourenhout und Lars van der Haar waren auch stark. Ich hatte mich früh entschieden, bis zum Ende des Rennens zu warten. Da habe ich mich dann noch ziemlich gut gefühlt", blickte van der Poel zurück.
Nys ärgert sich über "dummen Fehler"
Nys selbst ärgerte sich nach dem Rennen über sich selbst. "Ich hatte zu meiner eigenen Überraschung das Gefühl, dass ich alles unter Kontrolle hatte. In der letzten Runde spürte ich, dass ich noch immer richtig Kraft in den Beinen hatte. Ich ging in die Führung, um das Rennen zu kontrollieren – und dann habe ich einen superkleinen dummen Fehler gemacht. Der hat mich viele Sekunden gekostet und auf den vierten Rang zurückgeworfen", erzählte der 23-Jährige.
Er fügte dann doch zufrieden an: "Vor dem Rennen hätte ich nicht gedacht, dass ich heute um den Sieg mitfahre. Aber im Wettkampf habe ich gefühlt, dass ich Mathieu nahe kommen kann. In solchen Momenten muss man dann etwas wagen und sich hinterher nicht beschweren. Es war mein eigener Fehler."
Luca Harter erwischte von den vier Deutschen den besten Start, doch Max Heiner Oertzen überholte ihn bald und setzte sich auf Position 40 fest. Bis auf Rang 37 konnte sich der 19-Jährige zeitweise noch vorschieben. Von dort fiel Oertzen auf den 41. Platz zurück, durch eine starke Schlussrunde erreichte er das Ziel aber auf Rang 38.
Nys verteidigte nach vier von zwölf Rennen die Weltcup-Führung. Vanthourenhout ist mit 17 Zählern Rückstand Zweiter vor dem punktgleichen Joris Nieuwenhuis, der in Namur Achter wurde. Der fünfte Wettkampf findet am 20. Dezember in Antwerpen statt.
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Quelle: Eurosport
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