Wout van Aert dominiert Weltcup in Dendermonde bei belgischem Dreifachsieg - Vanthourenhout verteidigt Führung

Wie erwartet hat Wout van Aert (Visma-Lease a Bike) auf einem seiner Lieblingskurse das Feld dominiert. Beim Weltcup in Dendermonde schüttelte der Belgier in Abwesenheit von Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) zu Beginn des zweiten Renndrittels seinen letzten Begleiter Emiel Verstrynge (Crelan – Corendon) ab und kam 1:20 Minuten vor seinem Landsmann ins Ziel.

Van Aert in Dendermonde nicht zu schlagen

Quelle: Eurosport

Dessen Teamkollege Joran Wyseure wurde Dritter (+1:41) vor Toon Aerts (Deschacht – Hens – FSP / +1:52), der im Gesamtklassement einen Zähler auf Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Cibel) gutmachte. Der fünftbeste Belgier des Tages behauptete seine Weltcupführung.
"Das sind die Crossrennen, an die man sich später noch erinnert. Aber unterwegs fragt man sich schon, warum man sich das eigentlich antut", lachte der der dreckverschmierte van Aert, der bei seinen bisher drei Teilnahmen in Dendermonde noch ungeschlagen ist. Nur Pim Ronhaar (Baloise – Glowy Lions), der Tagessechster wurde, taucht bei dem noch jungen Rennen ebenfalls in der Siegerliste auf.
Einen Tag nach seinem Triumph in Gullegem war van Aert auch bei seinem dritten Saisoneinsatz erfolgreich. "Das bedeutet mir viel. Ich bin besser als erwartet. Das gibt mir viel Selbstvertrauen, um weiter in Richtung Straßensaison zu arbeiten", so der 30-Jährige, der diesen Winter Crossrennen nur zur Vorbereitung auf die Frühjahrsklassiker bestreitet.
"Körperlich hilft ein Rennen wie heute schon, auch wenn so ein Wettkampf natürlich etwas komplett anderes ist als Paris-Roubaix und die anderen Klassiker. So explosive Kurse wie gestern oder Loenhout sind da schon mehr mit zu vergleichen. Aber der Faktor Spaß zählt natürlich auch mit. Und heute war einer der Tage, wegen dem ich schon immer crossen wollte", strahlte der Sieger.

Hendrikx erfüllt Heizomats Saisonziel

Der für das deutsche Team Heizomat – Hermann fahrende Niederländer Mees Hendrikx konnte mit seinem ersten Top-Ten-Ergebnis im Weltcup seit drei Jahren die Zielsetzung der Teamleitung erfüllen. Wie so oft erwischte der 24-Jährige einen guten Start und konnte sich die erste Rennhälfte unter den besten Sechs behaupten, bevor er einige bekannte Namen an sich vorbeiziehen lassen musste.
Hendrikx konnte aber Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen-Cibel) in die Schranken weisen und Zehnter vor dem Belgier werden. Auch der 22-jährige Schweizer Lars Sommer überzeugte. Er verbuchte als 18. sein zweitbestes Weltcup-Ergebnis nach Rang zwölf in Val di Sole 2023, wo allerdings viele Topfahrer gefehlt hatten.
Marcel Meisen (RTF) startete als Dreizehnter ausgezeichnet, doch dann fiel der Deutsche Meister zwischen der zweiten und dritten Zeitnahme um mehr als 30 Positionen zurück und gab schließlich früh auf.

Behrens bester Deutscher

Eike Behrens (Stevens) kämpfte sich in der Auftaktrunde zwischenzeitlich bis auf Platz 19 vor, ehe es in Runde zwei für den 19-Jährigen zehn Plätze runter ging, und auch anschließend wurden die Rundenzeiten sukzessive langsamer. Am Ende der sechsten Runde wurde Behrens aus dem Rennen genommen und als bester von sieben deutschen Startern auf Platz 29 gewertet.
Vier Positionen dahinter belegte sein Teamkollege Silas Kuschla zum dritten Mal in seiner Karriere einen 33. Platz bei einem Weltcuprennen, weiter vorn landete er nie. Behrens hingegen verbesserte sein bestes Weltcup-Ergebnis um zwölf Positionen.
Vanthourenhout führt nach acht von elf Rennen die Weltcup-Gesamtwertung mit 24 Punkten Vorsprung gegenüber Aerts an. Der nächste Lauf findet am 19. Januar im spanischen Benidorm statt.
Das könnte Dich auch interessieren: Brand krönt sich zur Matsch-Königin
picture

Highlights: Van Aert widmet ersten Saisonsieg seinem Sohn

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung