Wout van Aert widmet ersten Saisonsieg im Cyclocross seinem Sohn: Hartes Duell bei Superprestige in Gullegem

Wout van Aert und Eli Iserbyt lieferten den Crossfans bei der Superprestige in Gullegem ein Duell zum Genießen. Erst in der Schlussrunde setzte der Visma-Profi sich ab und fuhr so zu seinem ersten Saisonsieg. Bei den Frauen gewann Lucinda Brand sechs Sekunden vor Zoe Bäckstedt, die den Millimetersprint um den zweiten Platz vor Ceylin del Carmen Alvarado für sich entschied.

Highlights: Van Aert widmet ersten Saisonsieg seinem Sohn

Quelle: Eurosport

Hinter van Aerts Teamkollegen vervollständigte Michael Vanthourenhout das Podium vor Joran Wyseure und Niels Vandeputte, der seine Gesamtführung vor Lars van der Haar, der sich im Rennen die Schulter auskugelte und Zehnter wurde, ausbaute.
Nach seinem vierten Platz bei seinem Saisonauftakt in Loenhout hat van Aert bei seinem zweiten Einsatz den ersten Erfolg gefeiert. Damit machte er auch Georges an dessen vierten Geburtstag glücklich.
Der älteste Sohn van Aerts wurde am Streckenrand Zeuge eines spannenden Duells. "Als ich meinen ersten Pfeil abgefeuert hatte, blieben Eli, Michael und Joran an mir dran. Darum habe ich mich danach aufs Finale konzentriert", blickte der Sieger im Ziel-Interview zurück.
Obwohl sich mehrmals Lücken auftaten, kehrte der Belgische Meister immer wieder ans Hinterrad seines Gegners zurück. "Auf einem Kurs mit so vielen Kurven kann man Eli schwer loswerden. Ab und zu dachte ich, dass er weg war. Und dann war er doch wieder direkt hinter mir auf", so van Aert, der mit seiner Leistung mehr als zufrieden war. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Jungs heute schlagen kann", sagte er.
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Kurios: Van der Haar renkt beim Cyclocross Schulter wieder ein

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Brand macht in der Schlussrunde ernst

Für die Siegerin der Frauen, Lucinda Brand, war es ein Auf und Ab. Nach einem wie gewohnt mäßigen Start schloss sie zur Spitzengruppe auf. "In der zweiten Runde hatte ich einen guten Flow, ich fühlte mich gut.
Aber dann wurde nach dem Radwechsel wieder schnell gefahren und das Gefühl war weg", blickte die 36-Jährige auf die Anfangsphase zurück. Die nächsten rund 20 Minuten folgte sie immer ungefähr zehn Sekunden hinter der Spitzengruppe.
"Ich habe probiert meine eigene Linie zu finden. Und im Finale lässt man dann natürlich nichts liegen", kommentierte sie ihre Schlussoffensive, bei der sie das vor ihr liegende Trio einholte und zurückließ.
So fuhr die Weltranglistenerste zu ihrem sechsten Saisonsieg. Kurz hinter ihr tat ihr Bäckstedt noch einen Gefallen. Sie überholte die Gesamtführende Alvarado, was Brand im Klassement zur Spitzenposition verhalf. "Zoë liegen solche Kurse und ich hatte schon gehofft, dass sie mir heute helfen kann", meinte die Niederländische Meisterin.
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Highlights: Brand gewinnt nach Aufholjagd - Zielsprint um Platz zwei

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Überholmanöver sorgt für Diskussionen

Die letzte Überholaktion der jungen Britin aber sorgte für Diskussionsstoff. "Sie lief an mir vorbei und schnitt mir sofort den Weg ab", beschwerte sich Alvarado im Ziel-Interview.
"Sie drückte dabei ihr Rad gegen mich – das fand ich eigentlich nicht so toll", untertrieb die Fenix-Fahrerin. "Ich habe dann versucht, sie zurück auf ihre eigene Bahn zu schieben", fügte sie an. Den Sprint um den zweiten Platz ging Alvarado dann vom Hinterrad ihrer Konkurrentin an. "Ich weiß nicht, ob die Aktion noch Einfluss hatte, wir haben bis zum Zielstrich alles gegeben."
Bäckstedt spielte den Vorfall im Interview herunter: "Ich habe sie beim Laufen in der Kurve überholt und dann – ja – war es einfach ein echter Kampf bis zum Ziel."
Dass die 21-Jährige zu Fuß gut unterwegs ist, wurde auch in ihrem Abschlusssatz deutlich. "Hoffentlich wird es morgen wieder ein Laufrennen", meinte sie mit Blick auf den Weltcup in Dendermonde.
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Nach knallhartem Duell: Van Aert gewinnt Superprestige in Gullegem

Quelle: Eurosport


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