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Fallon Sherrock scheitert in der dritten Runde der Darts-WM an Chris Dobey
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Publiziert 27/12/2019 um 18:14 GMT+1 Uhr
Die märchenhafte Reise von Fallon Sherrock bei der WM in London ist in der dritten Runde zu Ende gegangen. Die 25-Jährige, die als erste Frau bei einer WM einen Mann besiegt hatte und dieses Kunststück in der zweiten Runde wiederholte, verlor gegen ihren englischen Landsmann Chris Dobey 2:4. Damit verpasste sie den Einzug ins Achtelfinale. Sherrock darf sich mit 25.000 Pfund Preisgeld trösten.
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Fallon Sherrock schnappte sich ihre rosa Pfeile und winkte ein letztes Mal ihren frenetischen Fans im Ally Pally zu. Dann verabschiedete sich die "Queen" aus ihrem Palast. Nach zehn Tagen mit zwei bemerkenswerten Siegen ist das Darts-Märchen der alleinerziehenden Mutter aus Milton Keynes bei der Weltmeisterschaft in London zu Ende gegangen. In der dritten Runde unterlag Sherrock, die als erste Frau ein WM-Match gegen einen Mann gewonnen hatte, ihrem Landsmann Chris Dobey mit 2:4.
Sherrock: "Habe es so genossen"
Von Enttäuschung war nach der Partie beim Publikumsliebling allerdings kaum eine Spur. "Ich habe es so genossen", rief Sherrock ihren Fans zu: "Chris war heute einfach klasse, und für mich sollte es einfach nicht sein." Die Zuschauer feierten Sherrock, als hätte sie den Titel gewonnen, sie selbst sagte:
Davon dürfen die Fans im Alexandra Palace ausgehen, denn Sherrock ist ein Farbtupfer, der in der bunten Darts-Welt gefehlt hatte. Barry Hearn, mächtiger Vorsitzender des Verbandes PDC, wird auch 2020 bestimmt wieder an Sherrocks Auftritte denken, wenn er seine Wildcards vergibt. Das Spiel und die Nervenstärke, um in der bisherigen Männerdomäne mitzuhalten, besitzt Sherrock ohnehin. Das zeigte sie auch gegen Dobey.
Dank ihrer Trefferquote auf die Doppelfelder ging die 25-Jährige mit 2:1 nach Sätzen in Führung. Der Favorit zweifelte, das Publikum tobte, doch Sherrock konnte ihren Schnitt nicht halten. Der 29 Jahre alte Dobey gewann verdient, Sherrock darf sich mit 25.000 Pfund Preisgeld trösten - mehr, als sie jemals in ihrer Karriere verdient hat.
Darts-WM: Sherrock schreibt Geschichte
Das Turnier geht nun ohne Frauen in die entscheidenden Runden, bleiben wird Sherrocks Vermächtnis, eine ungeahnte Aufmerksamkeit - weit über die Darts-Welt hinaus. Mit dem 3:2 gegen den Engländer Ted Evetts und dem 3:1 gegen den Weltranglistenelften Mensur Suljovic aus Österreich warf sie sich in die Geschichtsbücher ihres Sports und präsentierte sich in verschiedenen Fernsehsendungen als perfekte Botschafterin der WM. Sie habe "Millionen inspiriert", schrieb Tennis-Ikone Billie Jean King am Freitag bei Twitter:
Trotz ihrer beeindruckenden Geschichte muss Sherrock in den kommenden Wochen und Monaten darum kämpfen, dauerhaft den Sprung auf die Profi-Tour zu schaffen. Für einen Platz unter den besten 64 der Welt, der ihr eine Tourcard sichern würde, reicht ihr Abschneiden in London nicht. Sherrock muss sich jetzt wie Hunderte andere Spieler durch die Mühlen der sogenannten Q-School kämpfen. Ihre zehn Tage von London dürften ihr aber zumindest die eine oder andere Teilnahme an Einladungsturnieren gesichert haben.
Weiter auf Kurs liegt Titelverteidiger Michael van Gerwen. Der Niederländer ließ dem Engländer Stephen Bunting beim 4:0 keine Chance und zog bereits ins Viertelfinale ein. Ausgeschieden ist dagegen der Schotte Gary Anderson. Der zweimalige Weltmeister (2015, 2016) unterlag Nathan Aspinall (England) 2:4.
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(SID)
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