Darts WM 2023 - Gabriel Clemens bezeichnet 2022 als Achterbahnfahrt: "Mit Höhen und Tiefen"

WM-Viertelfinalist Gabriel Clemens hat sein Darts-Jahr 2022 als "Achterbahnfahrt" bezeichnet und sich für die große Unterstützung während der Weltmeisterschaft bedankt. "Ich bzw. wir in unserem Team haben viel geredet, gelacht, aber auch im richtigen Moment gestritten. Das alles, um immer noch das ein oder andere Prozent zu finden. Danke", schrieb Clemens am Silvestertag auf Instagram.

Gabriel Clemens

Fotocredit: Getty Images

Der Rahmen für das nächste Kapitel dieses Darts-Märchens könnte besser nicht sein. Pünktlich zur Primetime in Deutschland wird Gabriel Clemens am Neujahrstag auf die Bühne im tobenden Alexandra Palace schreiten, eine riesige Fangemeinde in London und daheim im Rücken - voller Hoffnung auf den nächsten Coup.
"Das hört sich alles schon geil an", schrieb der "German Giant" zu seiner verrückten Reise auf Instagram, sogar die Tagesschau hatte zuletzt über seinen historischen Einzug ins WM-Viertelfinale berichtet. Dass er nun am Sonntagabend (20:15 Uhr) gegen Ex-Weltmeister Gerwyn Price um das Halbfinale spielt, sei einfach "unglaublich".
Und Clemens will mehr. "Wenn ich wieder in den richtigen Momenten da bin, kann ich Gerwyn Price hier und da gefährlich werden", prognostizierte der 39-Jährige, für seine Verhältnisse war das beinahe angriffslustig. Die Erfolge der vergangenen Tage haben auch den sonst so zurückhaltenden Saarländer selbstbewusster gemacht.
Als erster Deutscher überhaupt steht er unter den besten Acht der Welt. In das Duell mit dem walisischen Weltranglistenersten geht "Gaga" zwar als klarer Außenseiter. Aber was heißt das schon: Vor zwei Jahren bezwang er bei seinem Triumph über Peter Wright schließlich schon einmal einen Weltmeister, beim selben Turnier stieg "The Iceman" Price zum WM-Champion auf.
Bei der laufenden Weltmeisterschaft hat Clemens zweifelsohne den nächsten Schritt geschafft. Zwar war der Weg unter die Top 8 nicht der allerschwerste. Doch mit einer neuen Sicherheit und einer beeindruckenden Nervenstärke, die Clemens bei den Erfolgen gegen Alan Soutar (Schottland), Jim Williams (Wales) und William O'Connor (Irland) ebenso wie eine viel stärkere Bühnenpräsenz demonstrierte, dürfte er auch für Top-Gegner gefährlich werden. Top-Gegner wie Price.
Dabei lief 2022 keineswegs rund für die deutsche Nummer eins. Er habe "ein schwieriges Jahr mit Höhen und Tiefen" erlebt, bilanzierte Clemens am Samstag: "Wie eine Achterbahnfahrt."
Tatsächlich. Vor der Weltmeisterschaft hatte sein Formbarometer eher nach unten gezeigt. Bei den großen Turnieren unmittelbar war Clemens entweder in der ersten Runde ausgeschieden oder hatte die Qualifikation verpasst. Seit seinem Einzug ins WM-Achtelfinale vor zwei Jahren stand er bei keinem der 17 Einzel-Majors in der Runde der letzten 16. Bis zu dieser WM.

Clemens entfacht Darts-Euphorie

Mit seinen Auftritten hat Clemens zweifelsohne eine kleine Euphorie in Deutschland entfacht. Der übertragende Sender "Sport1" knackte bereits mehrfach die Millionenmarke, sogar der Tagesschau war der Sieg gegen Soutar ein 45-sekündiger Einspieler in ihrer 20-Uhr-Ausgabe wert.
Clemens lässt all das, zumindest äußerlich, ziemlich kalt. Er freue sich einfach auf sein erstes Neujahrsfest im Schatten des Ally Pally in London, gemeinsam mit seiner Frau Lisa will er mit einem Sekt auf das neue Jahr anstoßen - und keine 24 Stunden später vielleicht den nächsten historischen Triumph feiern.
(SID)
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Quelle: Eurosport

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