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Olympia 2016: Dressurreiter greifen nach Gold
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Publiziert 10/08/2016 um 22:45 GMT+2 Uhr
Sönke Rothenberger und die deutsche Kür-Meisterin Dorothee Schneider haben in Rio die Goldspur in der Dressur gelegt. Rothenberger blieb ebenso fehlerfrei wie Schneider mit Showtime. "Unser Plan ist aufgegangen", sagte Rothenberger sichtlich vergnügt:: : "Die Order für mich war, eine Sicherheitsrunde zu gehen, damit die anderen den Karren weiterziehen können."
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Team-Youngster Sönke Rothenberger und die deutsche Kür-Meisterin Dorothee Schneider haben bei den olympischen Reiterspielen in Rio die Goldspur in der Dressur gelegt. Rothenberger blieb mit seinem erst neunjährigen Wallach Cosmo ebenso fehlerfrei wie Schneider mit Showtime. "Unser Plan ist aufgegangen", sagte Rothenberger sichtlich vergnügt: "Die Order für mich war, eine Sicherheitsrunde zu gehen, damit die anderen den Karren weiterziehen können."
In der Teamwertung liegt Deutschland mit einem Schnitt von 79,157 vor den Niederlanden (75,271) und Großbritannien (74,921). Für Oranje konnte nur der ehemalige Totilas-Reiter Edward Gal seine Prüfung zu Ende bringen. Adelinde Cornelissen musste ihr Pferd Parzival wegen eines Insektenstichs und einer geschwollenen Lippe mitten während einer Übung zurückziehen. Im Einzel führt Schneider (80,986) vor Rothenberger (77,329).
Nach dem erst 22-jährigen Rothenberger zeigte Schneider als zweite deutsche Starterin mit ihrem eher schüchternen Wallach Showtime eine Übung auf hohem Niveau mit einem kleinen Fehler bei der Linkspirouette. "Aber abgesehen davon bin ich sehr glücklich mit seiner Leistung", sagte sie: "Seine Ohren stehen immer nach vorne, ich musste bei keinem einzigen Element einen Knoten lösen."
Rothenberger war rundherum mit sich und der Welt und vor allem seinem Pferd zufrieden. Er hatte sich überraschend von seinem Vater Sven, einst selbst ein Dressurreiter von Weltklasse, zur Startlinie führen lassen. "Die Regeln lassen das zu, deshalb haben wir sie genutzt", erklärte Rothenberger junior. Schließlich sei der Weg vom Stadioneingang bis zum Viereck ziemlich weit, "und wir wollten Cosmo nicht mit Sachen ablenken, die er nicht kennt und auf die er dann vielleicht schreckhaft reagiert".
Ein sagenhaftes Gefühl sei es gewesen, in das olympische Reiterstadion einzureiten, erzählte Rothenberger. Sein Cosmo liebe große Stadien: "Er ist ja ein sehr großes, ausdrucksstarkes Pferd, das die große Bühne liebt und sich gerne präsentiert."
Das tat der Wallach mit Bravour. Lediglich bei der Trabverstärkung sah der Reiter "Luft nach oben, und die beiden ersten Piaffen hätten etwas spritziger sein können". Grundsätzlich aber sei der Druck jetzt erstmal etwas raus: "Der erste Schritt ist getan."
Den zweiten tat Dorothee Schneider, am Donnerstag sind dann zum Abschluss des Grand Prix die Weltranglistenerste Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage) mit Desperados und die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) mit Weihegold dran. Ebenfalls erst am Donnerstag reitet London-Olympiasiegerin Charlotte Dujardin (Großbritannien) mit ihrem Wunderpferd Valegro.
Der Grand Prix ist in Rio die erste Qualifikation für die Team- und die Einzelwertung. Die besten sechs Vierer-Mannschaften sowie die besten acht Einzelstarter erreichen den Grand Prix Special, in dem am Freitag die Mannschaftsmedaillen vergeben werden. Die Einzel-Entscheidung fällt am Sonntag in der Grand Prix Kür.
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