Olympia 2016 - Fragen und Antworten: Was Sie zum Dressurreiten wissen müssen

Ist die deutsche Equipe auch in Rio wieder Favorit auf Gold? Und welche Teams und Reiter zählen sonst noch zu den Favoriten bei den Olympischen Spielen in Rio? Wir geben die Antworten auf die brennendsten Fragen zu den Wettkämpfen im Dressurreiten bei Olympia 2016.

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Fotocredit: Eurosport

Seit wann gibt es die Dressur bei Olympischen Spielen?

1912 in Stockholm wurde der Schwede Carl Bonde erster Olympiasieger in der Dressur. 1928 in Amsterdam kam die Mannschaftsentscheidung hinzu, die Deutschland auf Anhieb gewann. Seit Helsinki 1952 sind auch Frauen in die Teams integriert.

Wie viele Entscheidungen finden statt?

Jeweils eine in Mannschafts- und Einzelwertung

Welche Deutschen sind qualifiziert?

Für den Mannschafts-Wettbewerb ist Deutschland ohnehin qualifiziert, im Einzel werden die Weltranglistenerste Kristina Bröring-Sprehe mit Desperados, die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth mit Weihegold, die deutsche Meisterin Dorothee Schneider mit Showtime und Sönke Rothenberger mit Cosmo starten. Das Ersatzpaar sind Hubertus Schmidt und Imperio.

Wie stehen die Medaillenchancen?

Traditionell gut. Mit 19 Gold-, 11 Silber- und 9 Bronzemedaillen führt Deutschland den olympischen Medaillenspiegel mit weitem Abstand an. Bundestrainerin Monica Theodorescu formuliert ganz klar das Ziel Mannschaftsgold, im Einzel gehören Kristina Bröring-Sprehe und Isabell Werth zu den heißesten Medaillenkandidaten.

Wer sind die Topfavoriten?

Der Weg zum Gold führt mit einiger Sicherheit nur über London-Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin Charlotte Dujardin. Schärfste Konkurrentinnen der Britin dürften Kristina Bröring-Sprehe und Isabell Werth sein. Zum engeren Kreis der Medaillenanwärter zählen wohl auch Weltcupsieger Hans Peter Minderhoud und sein Landsmann Edward Gal - obwohl den Niederländern auf den ersten Blick ein bisschen die Leichtigkeit im Viereck fehlt.

Wie ist die Stimmung im deutschen Team?

Gut. Die Bundestrainerin spricht offen von Mannschafts-Gold, die Reiter wirken entspannt. Die Tatsache, dass sich nicht mehr alles um das mittlerweile berentete Wunderpfed Totilas dreht, hat dem Klima in der Mannschaft sicher nicht geschadet.

Wann sind die wichtigsten Termine in Rio?

Am 10. und 11. August starten alle 60 Paare im Grand Prix. Die besten sechs Mannschaften ermitteln dann im Grand Prix Special am 12. August den Team-Olympiasieger. Um die Einzelmedaillen geht es am 15. August in der abschließenden Grand Prix Kür, in der nur die besten 18 Paare aus dem Grand Prix Special starten dürfen, pro Nation maximal drei.

Was noch zu sagen wäre:

Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei, angesichts der Tatsache, dass die Reiter in Rio anders als zuletzt wieder im Olympischen Dorf wohnen werden:
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