Andre Rankel, der das fünfte Berliner Tor erzielt hatte, atmete nach der Schlusssirene erleichtert auf. "Wir freuen uns einfach, dass wir noch ein Spiel haben", sagte der gebürtige Berliner:
Es sind zwei gute Mannschaften, es wird noch einmal ein enges Spiel.
Vor rund 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Berliner Arena am Ostbahnhof trafen Louis-Marc Aubry (4.), Nicholas Petersen (23.), Jamie MacQueen (41.), Daniel Fischbuch (45.) und Andre Rankel (58.) für die Hausherren.
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Konrad Abeltshauser (9.), Mads Christensen (58.) und Patrick Hager (59.) waren für die Münchner erfolgreich, die als Favorit in die Finalserie gegangen waren und nach den Triumphen 2016 und 2017 den Titel-Hattrick perfekt machen wollen.

Eisbären drehen gegen München auf

Rekordchampion Berlin bewies in Spiel sechs eine tolle Moral und investierte deutlich mehr als die etwas lethargisch wirkenden Gäste. Sollte dem Eisbären-Team von Trainer Uwe Krupp auch am Donnerstag eine ähnliche Leistung gelingen, ist der erste Titelgewinn seit 2013 gut möglich.
Die Eisbären begannen mit einem Höllentempo. Münchens Torwart Danny aus den Birken stand zu Beginn unter Dauerbeschuss.

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In der 4. Minute war aber auch der deutsche Olympia-Held machtlos: Jonas Müller passte haargenau auf Aubry, der Kanadier schlenzte zur umjubelten Führung ein.
Doch der Titelverteidiger behielt die Ruhe und gab im Anschluss eine Kostprobe seiner Cleverness. Nach einer Spielunterbrechung, weil das Tor aus der Verankerung gerissen wurde, waren die Gäste deutlich wacher als Berlin. Abeltshauser überraschte Eisbären-Schlussmann Petri Vehanen mit einem Schuss von halbrechts: 1:1.

Arena verwandelt sich in Tollhaus

Zum Ende des ersten Drittels wurde es dann heikel für die Eisbären. Neben Mark Olver musste auch James Sheppard auf die Strafbank. Bei München erhielt Maximilian Kastner eine Zwei-Minuten-Strafe. In 3:4-Unterzahl retteten sich die Berliner aber über die Zeit, auch weil Münchens Nationalspieler Yannic Seidenberg gute Einschussmöglichkeiten vergab.
Die Berliner fassten neuen Mut und wurden belohnt. Nach einer Kombination mit Sheppard war Petersen zur Stelle und markierte das 2:1. Die Halle tobte.
Kurz darauf scheiterten Berlins Nationalspieler Frank Hördler und Kapitän Andre Rankel - das 3:1 lag in der Luft, die vielen Tausend Eisbären-Fans verwandelten die Arena in ein Tollhaus.
Die Berliner hätten schon frühzeitig die Partie entscheiden müssen. Im zweiten Drittel waren sie mehrfach in Überzahl, nutzten diese aber nicht. Zu Beginn des dritten Drittels spielten sie dann den Vorteil aus, und MacQueen erhöhte auf 3:1. Fischbuchs Treffer kurz danach sorgte für Beruhigung.
Berlin kann nun am Donnerstag Geschichte schreiben. Die Hauptstädter wären im Falle eines Sieges in der Geschichte der DEL die erste Mannschaft, die in einer Finalserie nach einem 1:3 noch den Titel gewinnt.
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