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Sieg bei den Eisbären Berlin: Red Bull München gleicht DEL-Finalserie aus

München siegt in Berlin und gleicht in DEL-Finalserie aus
Von SID

15/04/2018 um 17:23Aktualisiert 15/04/2018 um 17:37

Titelverteidiger Red Bull München hat den Fehlstart in die Finalserie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ausgemerzt und darf sich wieder berechtigte Hoffnungen auf die dritte Meisterschaft in Folge machen. Bei Rekordmeister Eisbären Berlin lieferten die Münchner am Sonntag eine starke Offensivleistung ab und gewannen Finalspiel zwei mit nach einer spannenden Schlussphase 5:4 (2:1, 3:1, 0:2).

Brooks Macek (13.), Eis-Rüpel Steve Pinizzotto (19.), Florian Kettemer (24.), Jon Matsumoto (34.) und Maximilian Kastner (40.) trafen zum Auswärtssieg für den Hauptrundensieger. Die von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp betreuten Berliner kamen durch Sean Backman (14./46.) und Nick Petersen (38./60.) zu Torerfolgen. Spiel drei steigt am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) in München. Zum Gewinn der Meisterschaft sind im Modus "best of seven" vier Siege notwendig. Der Münchner Dominik Kahun sagte:

"Wir waren aktiver als im ersten Spiel. Das haben wir verschlafen. Aus diesen Fehlern haben wir gelernt. "

Berlins Trainer Krupp sagte:

"Natürlich wollen wir immer gewinnen, wir haben aber viele Fehler gemacht. München war gut heute und hat sie ausgenutzt. "

Dass München nach der bitteren Heimniederlage etwas gutzumachen hatte, war von Beginn an zu merken. Olympia-Held Dominik Kahun (5.) und Matsumoto (7.) ließen gleich zum Start gute Möglichkeiten aus. Dass die Eisbären im Gegenzug nach einem Konter von Daniel Fischbusch (9.) nicht das 1:0 machten, war nur Münchens Torhüter und Pyeongchang-Silbermedaillengewinner Danny aus den Birken zu verdanken. Die Gäste ließen sich aber nicht beirren und entwickelten besonders aus dem Powerplay Gefahr.

Titelverteidiger München hielt dem Druck stand

Beide Treffer im ersten Durchgang fielen aus der Überzahl hinaus. Übrigens: Für Pinizzotto war es im ersten Spiel nach einer Fünf-Spiele-Sperre gleich der erste Treffer. Der Kanadier hatte Matthias Plachta von den Adlern Mannheim im Halbfinale einen brutalen Ellenbogencheck gegen den Kopf verpasst. Berlin hatte nach dem 1:1-Ausgleich zwischenzeitlich Oberwasser und vergab die mögliche Führung in Person von Martin Buchwieser (18.) kläglich.

Im zweiten Abschnitt spielte fast nur Berlin und drückte die Münchner oft tief in deren eigenes Drittel. Doch trotz haufenweise erstklassiger Chancen und mehrfacher Überzahl wackelten die Gäste nicht und spekulierten immer wieder auf schnelle Gegenangriffe, die sie effizient veredelten. Auch auf das Tor von Petersen fand München umgehend eine Antwort, Kastners Treffer war über mehrere Stationen herausragend herausgespielt.

Auch im Schlussdrittel setzten die Berliner alles daran, trotz des Rückstandes eine Aufholjagd zu starten. Es gelang ihnen in dieser Phase, auch im Powerplay druckvoll zu agieren. Mehrfach brachten sie die Münchner Defensive, die sich zu viele Strafen leistete, in Bedrängnis. Eine Wende zugunsten der unablässig attackierenden Berliner lag spürbar in der Luft, doch der Meister hielt dem Druck stand. Petersens Anschlusstreffer 40 Sekunden vor Schluss kam zu spät.

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