Olympia 2026 - Eishockey: Uwe Krupp analysiert Deutschlands Viertelfinal-Aus - Diese Faktoren waren entscheidend

Der Medaillentraum für Leon Draisaitl und Co. ist ausgeträumt: Deutschland unterlag bei Olympia in Mailand im Viertelfinale der Slowakei mit 2:6. Die DEB-Auswahl erreichte damit zwar das Minimalziel bei den ersten Spielen für die NHL-Stars seit Jahren, hatte sich insgeheim aber ausgerechnet, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Eurosport-Experte Uwe Krupp analysiert, warum es nicht reichte.

Krupp analysiert DEB-Aus: "Slowaken hatten deutlich mehr Dampf"

Quelle: Eurosport

"Die Slowaken erschienen mir dynamischer und handlungsschneller", sagte Krupp in der Analyse der Niederlage. "Man darf nicht vergessen, dass Deutschland am Vortag ein Spiel gegen Frankreich hatte. Das sah auf dem Papier nach einer klaren Angelegenheit aus, aber trotzdem muss man in jeden Zweikampf hundertprozentig reingehen. Das war für mich ein Thema."
Das "Scheibenglück" war in dieser Partie nicht auf der Seite der deutschen Mannschaft. Nach einem knappen 0:1-Rückstand nach dem ersten Drittel gelang den Slowaken ein Doppelschlag binnen 33 Sekunden - der Knackpunkt in diesem Spiel.
"Das ist eine Frage der Moral", sagte der einstige Bundestrainer zum direkten Gegentreffer nach dem zweiten Treffer der Slowakei. "Man versucht natürlich, eine Reaktion zu zeigen und dabei wurde das Team etwas zu ungeduldig." Zweimal ging nach einem eigenen Angriff die Scheibe unglücklich verloren und zweimal konnten die Slowaken technisch hochwertig Kapital schlagen.
Ein viel genannter Punkt war im Nachgang der deutschen Pleite die Regeneration. Während die Slowaken als Gruppensieger direkt im Viertelfinale standen, musste Deutschland einen Tag vor dem Spiel in den Playoffs gegen Frankreich ran. "Ich glaube, dass der Spielplan bei Großereignissen eine riesige Rolle spielt", meinte der Stanley-Cup-Sieger von 1996: "Die Erholung ist enorm wichtig. Die Slowakei konnte drei Tage locker trainieren und sich einstellen, die Abläufe weiter verfeinern. Es war klar zu sehen, dass die Slowaken deutlich mehr Dampf hatten als wir."
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Highlights: DEB-Team unterliegt Slowakei deutlich

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Seider schonungslos: "Haben komplett den Faden verloren"

Die Mannschaft selbst ging im Anschluss an das Spiel durchaus selbstkritisch mit sich ins Gericht. "Das war komplett selbstverschuldet", sagte Verteidiger Moritz Seider. "Wir haben recht ordentlich ins Spiel gefunden, aber dann im zweiten Drittel komplett den Faden verloren. Am Ende ist das ein deutlicher, aber klar verdienter Sieg für die Slowaken."
Die Slowakei steht nun im Halbfinale, für das DEB-Team ist das olympische Turnier vorbei. "Der Traum ist zerstört", sagte Seider. "Wir hatten die Möglichkeit, mit einem machbaren Los um Medaillen mitzuspielen. Dass das nicht klappt, haben wir uns am Ende selbst zuzuschreiben."
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Seider zum Slowakei-Debakel: "So gewinnst Du international kein Spiel"

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Stützle zu Energiemangel beim DEB-Team: "Das wäre eine Ausrede"

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