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Christian Ehrhoff beendet einen Monat nach Olympia-Silber seine Karriere

Nach Playoff-Aus: Olympia-Held Ehrhoff beendet Karriere
Von SID

26/03/2018 um 07:49Aktualisiert 26/03/2018 um 11:14

Christian Ehrhoff hat genau einen Monat nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille in PyeongChang seine Eishockey-Karriere beendet. Wenige Stunden nach dem Aus in den DEL-Playoffs mit den Kölner Haien erklärte der 35-Jährige über die Sozialen Medien seinen Rücktritt. Vor dem Turnier in PyeongChang hatte Ehrhoff noch erklärt, er wolle auf jeden Fall weiterspielen.

"Heute endet meine professionelle Karriere! 19 Jahre Profi sind eine lange Zeit. Danke an meine Teams, Mitspieler, Coaches, Betreuer, Physios, Ärzte und natürlich an die Fans für die Unterstützung und unzählige wunderschöne Momente und Erinnerungen", schrieb Ehrhoff.

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Dazu stellte er ein Bild aus seiner Kindheit in Eishockey-Montur unter dem Weihnachtsbaum.

Ehrhoff informierte bereits Bundestrainer Sturm

"Ich habe die Mannschaft, die Haie-Organisation und natürlich auch Bundestrainer Marco Sturm über diesen Schritt informiert. Ich durfte eine lange und erfolgreiche Karriere genießen. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich freue mich jetzt auf ein neues Kapitel in meinem Leben", sagte Ehrhoff in einer Stellungnahme auf der Homepage des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB):

"Der Entschluss ist wohl überlegt und in den vergangenen Wochen gereift. Nach so vielen Jahren auf dem höchsten Level ist für mich jetzt der Zeitpunkt gekommen, um etwas Neues zu starten."

Ehrhoff gehört zu den erfolgreichsten Spielern der deutschen Eishockey-Geschichte. In der nordamerikanischen Profiliga NHL absolvierte der gebürtige Moerser 862 Spiele als Verteidiger für die San Jose Sharks, die Vancouver Canucks, die Buffalo Sabres, die Pittsburgh Penguins, die Los Angeles Kings und die Chicago Blackhawks.

Bundestrainer Sturm lobte Ehrhoff in den höchsten Tönen:

"Wie er bei der WM in Köln oder bei Olympia die Mannschaft zusammengehalten hat, sie geführt hat, das war vorbildlich."

Auch DEB-Präsident Franz Reindl äußerte "vollstes Verständis" für Ehrhoffs Entscheidung. "Er war ein Vollblut-Eishockeyspieler", sagte Reindl dem "SID", "er war immer ein Vorbild. Mit seiner Leistung auf dem Eis, aber auch seiner Persönlichkeit ist er ein Aushängeschild des deutschen Eishockeys."

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Ehrhoff: Stanley Cup blieb ihm verwehrt

Mit Vancouver stand Ehrhoff, einst teuerster Verteidiger der Welt, 2011 im Finale um den Stanley Cup, verlor dort jedoch gegen Boston. Seine Profikarriere hatte er bei den Krefeld Pinguinen begonnen, 2016 kehrte Ehrhoff aus den USA in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zurück und spielte seitdem für die Kölner Haie. In seinem letzten Spiel unterlag er am Sonntag im Playoff-Viertelfinale gegen die Nürnberg Ice Tigers 1:5. Die Serie verloren die Rheinländer mit 2:4.

Reindl will mit dem langjährigen DEB-Kapitän auch künftig zusammenarbeiten. "Ich hoffe, dass er uns mit Rat und Tat zur Seite steht", sagte er, "unsere Tür steht immer offen. Es ist ganz, ganz wichtig, dass wir Leute wie ihn im Eishockey behalten, damit sie ihre Erfahrungen weitergeben." Sturm bekräftigte: "Wir wären dumm, wenn wir es nicht machen würden. Er ist der Typ, der eine Mannschaft führen kann."

WM 2018 schon ohne Ehrhoff

Bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea hatte Ehrhoff bei der Schlussfeier am Tag der Finalniederlage gegen Russland (3:4 nach Verlängerung) die deutsche Fahne getragen. Ehrhoff ist Vater von drei Töchtern.

Vor dem Turnier in PyeongChang hatte Ehrhoff noch erklärt, er wolle auf jeden Fall weiterspielen.

Sogar eine Teilnahme an den Winterspielen in Peking 2022 hatte er nicht ausgeschlossen. Jetzt findet bereits die WM in Dänemark (4. bis 20. Mai) ohne Ehrhoff statt.

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