Der 25-jährige Kahun, der in den letzten beiden Achtelfinalspielen der Oilers nicht zum Einsatz kam, sollte noch am Dienstag aus Kanada abreisen.
Der Stürmer muss nach seiner Ankunft in Riga am Mittwoch wegen der Corona-Pandemie sechs Tage in Quarantäne, ehe er ein Spiel bestreiten darf.
Somit könnte der ehemalige Münchner noch zum Ende der Vorrunde zum Einsatz kommen.
Eishockey
Nächster deutscher Gegner: Erste Niederlage für Kasachstan
25/05/2021 AM 16:38
Für Kahun, der bei Olympia 2018 zu den Leistungsträgern zählte, ist es die fünfte WM-Teilnahme.

Draisaitl nicht für Deutschland bei WM

Auch mit Draisaitl nahmen Bundestrainer Toni Söderholm und Sportdirektor Christian Künast Kontakt auf, man entschied sich gegen eine Anreise des letztjährigen NHL-Scorerkönigs, weil sie "nicht so schnell machbar" gewesen wäre wie bei Kahun.
Die Nationalspieler in Riga empfangen die Verstärkung aus der NHL mit offenen Armen. Kahun sei wie Draisaitl ein Spieler, "der jeder Mannschaft gut zu Gesicht stehen" würde, sagte Verteidiger Korbinian Holzer, es sei "schon eine Hausnummer, solche individuelle Klasse dabei zu haben".
Das Duo hatte in der Nacht zu Dienstag das vierte Spiel gegen die Winnipeg Jets mit 3:4 in der dritten Verlängerung verloren.

Erinnerungen an Olympia werden wach

Ganz anders die Stimmung im DEB-Team bei der WM. Dort werden bei einigen Akteuren angesichts des großen Teamgeists und des Erfolgs am Montag gegen Kanada Erinnerungen an die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang wach, als die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft sensationell Silber gewann.
Kapitän Moritz Müller Kapitän sieht gar Parallelen zur Olympia-Sensation in Pyeongchang. "Es ist eine besondere WM, eine ausgeglichenere WM", meinte der Routinier, einer von fünf verbliebenen Silberhelden im Team, mit Blick auf die fehlenden großen Namen aus der NHL.
Auch reise die deutsche Auswahl nicht mehr "so komplexbehaftet zu einer WM", schon 2018 in Südkorea sei "der Glaube, den wir an uns selber bekommen haben", maßgeblich gewesen. Trainer wie damals Marco Sturm und jetzt Söderholm "geben uns das Gefühl, dass wir mitspielen können, und wie man sieht, können wir das".

Nächste Aufgabe bei der WM: Kasachstan

Jetzt ist die erste WM-Medaille seit 1953 das große Ziel. Den Einzug ins Viertelfinale könnten der gegen Kanada überragend haltende Torhüter Mathias Niederberger und seine Vorderleute schon mit ihrem vierten Turniersieg am Mittwoch (15:15 Uhr im Livescoring auf Eurosport.de) gegen den überraschend starken Aufsteiger Kasachstan perfekt machen.
Und weil Kasachstan am Dienstag im dritten Spiel die erste Niederlage kassierte (0:3 gegen die USA), geht die deutsche Mannschaft sogar als einziges Team mit neun Punkten aus den ersten drei Spielen in den vierten Spieltag der Gruppe B.
"Der Start war super", sagte Holzer, "aber wir haben noch ein bisschen was vor. Wir feiern jetzt nicht die nächsten zwei Tage durch und verlieren dann die nächsten vier Spiele."

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(SID)

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