Die Nerven: Yuzuru Hanyu muss Javier Fernandez WM-Gold überlassen

Der erneut übernervöse Olympiasieger Yuzuru Hanyu hat wie im Vorjahr seinem Trainingsgefährten Javier Fernandez den Titel des Eiskunstlauf-Weltmeisters überlassen müssen. "Ich war sehr angespannt, und das während meiner gesamten Kür", sagte der Japaner, der einen scheinbar komfortablen Vorsprung von zwölf Punkten aus dem Kurzprogramm im TD Garden von Boston nicht behaupten konnte.

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Seine 4000 Landsleute unter den 17.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena waren enttäuscht, als der 21-Jährige gleich drei seiner Höchstschwierigkeiten verpatzte. Titelverteidiger Fernandez nutzte die Gunst der Stunde und zog noch an dem Asiaten vorbei.
Mit insgesamt 313,93 Zählern erlief der Spanier die zweithöchste jemals erreichte Punktzahl. Und das, obwohl der 24-Jährige durch eine schmerzhafte Schleimbeutelentzündung in der rechten Ferse gehandicapt war und nur unregelmäßig trainieren konnte. "Ich wusste, dass ich zum Sieg das beste Programm meines Lebens brauche", sagte der Europameister.

Erste Medaille für China

Hinter Hanyu und Fernandez, die beide beim kanadischen Starcoach Brian Orser in Toronto trainieren, gewann Jin Boyang aus China die erste WM-Medaille für einen männlichen Einzelläufer aus seinem Heimatland. Der deutsche Meister Franz Streubel aus Oberstdorf hatte nach dem Kurzprogramm nur den 28. Platz belegt und damit die Qualifikation für das Kürfinale verpasst.
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