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EM: Nicole Schott und Nathalie Weinzierl nach Kurzprogramm weit zurück

Deutsche nach EM-Kurzprogramm weit zurück
Von SID

23/01/2019 um 15:18Aktualisiert 23/01/2019 um 16:55

Die deutschen Eiskunstläuferinnen haben zum Auftakt der EM in Minsk einen miserablen Start hingelegt. Nach jeweils zwei schweren Fehlern im Kurzprogramm nehmen Nicole Schott aus Essen sowie die Mannheimerin Nathalie Weinzierl nur die Plätze 19 und 24 ein. An die Spitze setzte sich Alina Sagitowa aus Russland vor ihrer Teamkollegin Sofia Samodurowa sowie der Schweizerin Alexia Paganini.

Zwei schwache Kurzprogramme, vier schwere Fehler: Nicole Schott und Nathalie Weinzierl sind miserabel in die Eiskunstlauf-EM in Minsk gestartet. Verpatzte Vorträge warfen die deutsche Meisterin Schott sowie Ex-Titelträgerin Weinzierl auf die Plätze 19 und 24 zurück, an eine Top-Ten-Platzierung nach dem Kürfinale am Freitag (16.00 Uhr/ONE) ist nicht mehr zu denken.

An die Spitze des Teilnehmerfeldes setzte sich vor 7000 Zuschauern in der Minsk-Arena Titelverteidigerin Alina Sagitowa. Nach bislang eher schwachem Saisonverlauf kam die Olympiasiegerin weitgehend souverän, allerdings nicht absolut fehlerfrei, durch ihre Kür.

Mit 75,00 Punkten distanzierte die 16 Jahre alte Schülerin ihre Rivalinnen mehr oder weniger deutlich. Der Vorjahressiegerin am nächsten kam ihre gleichaltrige Teamkollegin Sofia Samodurowa (72,88) sowie Alexia Paganini (65,64) aus der Schweiz.

Von Schott wurde mehr erwartet

Besonders von der letztjährigen EM-Zehnten Schott hatte sich die Deutsche Eislauf-Union (DEU) mehr versprochen. Die in Oberstdorf trainierende Zeitsoldatin wirkte fahrig und "verweigerte" in der Kombination den zweiten Sprung. Nach einem Sturz beim Doppel-Axel war auch ihrem Trainer Michael Huth klar, dass es nicht der Tag seines Schützlings war. Entsprechend angesäuert verfolgte er die letzten Sekunden der Kurzkür.

"Das war in der Tat weit von meinen Trainingsleistungen entfernt. Nun ist es mein Ziel, mich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren", sagte Schott. Die am Ende besser platzierte deutsche Läuferin erhält das Ticket für die Welttitelkämpfe Ende März im japanischen Saitama.

Knapp an einer Blamage vorbei schrammte sogar Weinzierl. Die 24-Jährige leistete sich ebenfalls zwei Stürze und konnte von Glück sagen, dass ihr Ergebnis gerade noch für die Kür-Qualifikation reichte. Mit trauriger Miene fuhr sie vom Eis, auch die aufmunternden Worte ihrer neuen Trainerin Anett Pötzsch konnten die deutsche Vize-Meisterin nicht trösten.

Schon die Sprungkombination aus zwei dreifachen Toe-Loops war leicht überrotiert. Anschließend kam Weinzierl sowohl beim Doppelaxel als auch beim dreifachen Lutz zu Fall. mit 46,09 Punkten blieb die deutsche Ex-Meisterin mehr als elf Zähler hinter ihrer Saisonbestleistung zurück. Sollten sich beide Athletinnen nicht erheblich steigern können, geriete der zweite deutsche Startplatz für die EM 2020 in Graz in Gefahr.

Wie Schott hofft auch Weinzierl am Freitag auf eine Leistungssteigerung:

"Zu verlieren habe ich ja nichts mehr. Ich greife an und werde am Ende sehen, welches Ergebnis dabei herauskommt."

Video - Zagitova mit erstklassigem EM-Kurzprogramm

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