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Olympia 2022: Deutsche Eiskunstläufer in Peking nur Statisten - Zukunft macht DEU große Sorgen
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Publiziert 20/02/2022 um 12:21 GMT+1 Uhr
Die deutschen Eiskunstläufer spielen erwartungsgemäß nur eine Statistenrolle. Und auch die Perspektiven sind düster. Das Scheitern von Paar Minerva Hase und Nolan Seegert kann noch am ehesten durch die Corona-Isolation des Berliners erklärt werden, doch auch Nicole Schott konnte im Einzelwettkampf ihre Bestform abrufen. Auch in Zukunft soll der Paartanz das Steckenpferd der Deutschen sein.
"Zerreißt einem das Herz": Hase/Seegert patzen kraftlos in der Kür
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Maßlos enttäuscht, völlig erschöpft, aber irgendwie auch erleichtert: Der todtraurig in der Tränenecke hockende Paarläufer Nolan Seegert verkörperte schuldlos und drastisch zugleich die olympische Gesamtleistung der deutschen Eiskunstläufer in Peking.
Der dreimalige deutsche Meister hatte noch die plausibelste Erklärung für seinen Einbruch bei der Medaillenentscheidung im Capital Indoor Stadium.
Neun Tage Corona-Quarantäne, nur fünf gemeinsame Trainingstage mit Partnerin Minerva Hase - physisch wie psychisch war der Sportsoldat nicht in der Lage, eine vierminütige Kür durchzustehen.
"Es war sehr schwer. Und irgendwann ging es nicht mehr weiter", sagte der 29-Jährige. Seegert war es dabei hoch anzurechnen, dass er die punkteträchtigen Hebungen so rechtzeitig abbrach, dass seine sieben Jahre jüngere Partnerin nicht in Gefahr geriet. Der Paarlauf ist die mit Abstand verletzungsintensivste Eiskunstlauf-Disziplin.
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"Pure Weltklasse!" Der Gold-Tanz von Papadakis/Cizeron
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DEU-Tänzer abgeschlagen hinter der Konkurrenz
Nur: Damit war auch die einzige realistische Chance für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) auf eine Top-Ten-Platzierung dahin. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der 16. Platz für das Berliner Paar immer noch besser war als Rang 17 für die deutsche Meisterin Nicole Schott aus Essen.
Als 21. erreichten die Dortmunder Eistänzer Katharina Müller und Tim Dieck nicht einmal das Kürfinale. Die Männer-Konkurrenz fand sogar gänzlich ohne deutsche Beteiligung statt.
Und nur, falls das russische Team um die des Dopings verdächtigte Kamila Valieva nachträglich im Mannschaftswettbewerb gesperrt werden sollte, rückt die DEU-Auswahl noch auf einen achten Platz vor, der wichtige Gelder für den nächsten olympischen Zyklus sichern würde.
Paarlauf bleibt weiter Paradedisziplin
Paarlauf-Olympiasiegerin Aljona Savchenko, die in den vergangenen 16 Jahren mit ihren Leistungen maßgeblichen Anteil an der finanziellen Förderung für die DEU hatte, saß diesmal nur in Deutschland im TV-Studio, drückte vergeblich die Daumen und sprach Seegert bei "Eurosport" Trost zu: "Man konnte sehen, wie erschöpft Nolan war. Er hat es probiert, aber er konnte auch nicht zaubern."
Dennoch sind die Perspektiven für Nolan/Seegert grundsätzlich nicht die schlechtesten.
"Der Paarlauf bleibt unsere Königsdisziplin", sagte DEU-Vizepräsident Reinhard Ketterer dem "SID".
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Grausame Praktiken: Savchenko wurde geschlagen und sah noch Schlimmeres
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Leise Hoffnungen setzt man bei den Männern auf Nikita Starostin (19).
Der gebürtige Russe, der seit mehreren Jahren in Deutschland lebt, landete schon bei seinem EM-Debüt im Januar in Tallinn auf dem 13. Platz und wird bei den Weltmeisterschaften im März in Montpellier anstelle von Paul Fentz zum Einsatz kommen.
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(SID)
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