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Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin wollen EM-Titel verteidigen - Europameisterschaft als Olympia-"Generalprobe"
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Update 13/01/2026 um 10:57 GMT+1 Uhr
Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin sind die deutsche Hoffnung auf eine Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen im Eiskunstlauf. Die besten deutsche Paarläufer haben ihr Traumziel vor Augen. Auf der dreijährigen Reise der beiden mussten Hase und Volodin einige Wiedrigkeiten trotzen. Bevor es zu Olympia geht will das Duo noch den EM-Titel verteidigen und Selbstvertrauen tanken.
Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin wollen die EM-Titelverteidigung bevor es zu Olympia geht
Fotocredit: Getty Images
Manchmal, wenn Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin im tristen Trainingsalltag auf dem Eis für ihren Olympia-Traum schuften, bringen sie ihre Trainer unfreiwillig zum Schmunzeln. "Wir lachen immer über sie. Sie sind wie ein altes Ehepaar", sagte Chefcoach Dmitri Sawin über das beste deutsche Eiskunstlauf-Paar: "Sie können streiten, diskutieren, lachen."
Ein bisschen Reibung, Talent, viel harte Arbeit und gegenseitiges Verständnis haben Hase und Volodin in den Favoritenkreis der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) geführt. Bei der EM in Sheffield wollen die Berliner diesen Status ein letztes Mal untermauern.
"Es wird eine Generalprobe vor Olympia werden. Unsere beiden Programme stehen. Wir verändern daran nichts mehr", sagte Hase vor dem finalen Härtetest vor den Winterspielen. Im Kurzprogramm am Mittwoch soll die Grundlage für den gelungenen Olympia-Test erfolgen, die Kür folgt am Donnerstagabend: "Es geht darum, sich bei der EM nochmal ein bisschen mehr Sicherheit zu holen."
Das gilt auch für das zweite deutsche Paar Annika Hocke/Robert Kunkel. Die Berliner, die 2023 als Dritte auf dem EM-Podest standen, wollen eine "fehlerfreie Europameisterschaft laufen, den Auftritt genießen und zeigen, woran wir gearbeitet haben", sagte Hocke. Im Eistanzen visieren Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan die Top Ten an.
Erfolgsgeschichte Hase/Volodin
Um einen weiteren Titel geht es für Hase/Volodin. Im Januar 2025 hatte das Top-Duo der Deutschen Eislauf-Union (DEU) in Tallinn erstmals EM-Gold gewonnen und sich endgültig in der Weltspitze etabliert. Zwei Monate später liefen die Berliner in Boston zu WM-Silber.
Es sind Ergebnisse, die bleiben, und die vor drei Jahren begonnene Partnerschaft längst zu einer Erfolgsgeschichte gemacht haben. Der Blick zurück zählt jedoch nur bedingt. "Was wir letzte Saison an Titeln geholt haben, gilt nicht mehr in der neuen Saison", sagte Hase: "Daher gehen wir auch in diese EM mit dem Ziel rein, vor allem weitere Erfahrungen mit unserem Team zu sammeln."
Olympia als Krönung der Reise von Hase und Volodin
Beim Saisonhöhepunkt in Italien soll dann unter den olympischen Ringen die Krönung der gemeinsamen Reise erfolgen. Viele Hürden haben Hase und Volodin auf dieser aus dem Weg geräumt.
Der in Sankt Petersburg geborene Volodin besitzt erst seit August letzten Jahres den deutschen Pass, musste für die für Olympia zwingend notwendige Einbürgerung unter anderem fleißig die neue Sprache lernen.
Hase und Volodin meisterten viele Hürden
Auch prallten zwei Charaktere aufeinander: Hase, die ihren Wunsch nach Struktur und Planung als "typisch deutsch" bezeichnet, traf auf "Freigeist" Volodin, der den Alltag als Profisportler mit einer größeren Unbekümmertheit in Angriff nimmt.
Inzwischen haben sich beide angenähert - und profitieren von ihren Eigenheiten. "Ich glaube, dass wir uns sehr gut ergänzen", sagt Hase: "Mittlerweile merke ich, dass es mir im Wettkampf viel besser damit geht, nicht mehr so strikt zu sein." Hase will das beherzigen, bei der EM genauso wie bald bei den Olympischen Winterspielen.
Schuften für den Olympia-Traum
Diese können zum Erfolg werden. Das glauben ihre Trainer immer dann, wenn Hase und Volodin im tristen Trainingsalltag für ihren Olympia-Traum schuften. "Was macht eine Ehe erfolgreich? Vertrauen", sagte Chefcoach Sawin: "Sie haben dieselbe Seele. Sie glauben an sich selbst und glauben aneinander."
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(SID)
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