Olympia 2026 - Eiskunstlauf: Minerva Hase und Nikita Volodin holen Bronze - Gold selbst ohne Fehler schwer möglich

Minerva Hase und Nikita Volodin haben in der Paarlauf-Kür im Eiskunstlauf bei Olympia 2026 zwar die Goldmedaille nach Halbzeitführung verloren, Bronze dafür aber gewonnen. "Selbst ohne die beiden Fehler wäre es immer noch knapp geworden", analysierte Eurosport-Experte Hendryk Schamberger im Live-Kommentar. Warum? Riku Miura und Ryuichi Kihara aus Japan waren an diesem Montagabend unschlagbar.

Bittere Patzer kosten Hase/Volodin Gold: "Das reicht nicht"

Quelle: Eurosport

Auf dem Podium hatte Minerva-Fabienne Hase ihr Strahlen wiedergefunden. "Endlich", sagte die 26-Jährige an der Seite von Nikita Volodin erleichtert, nachdem die erste Enttäuschung über den geplatzten Gold-Traum nach einer fehlerhaften Kür verflogen war. Mit der Bronzemedaille erfüllt sich für das deutsche Eiskunstlauf-Duo ein Traum.
Acht Jahre nach dem Olympiasieg von Aljona Savchenko/Bruno Massot kamen Hase/Volodin auf 219,09 Punkte und mussten sich damit den überragenden japanischen Weltmeistern Riku Miura/Ryuichi Kihara (231,24) und Anastasia Metelkina/Luka Berulava aus Georgien (221,75) geschlagen geben, letztlich überwog aber doch der Stolz.
Hase/Volodin waren nach dem Kurzprogramm (80,01) als Führende in die Entscheidung gestartet - patzten aber in der Kür. Gleichzeitig gelang den Japanern ein neuer Weltrekord nach dem neuen Wertungssystem und die Georgier erkämpften die erste Olympia-Medaille bei Winterspielen für ihr Land.
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Hase versöhnt sich mit Olympia

Allen voran Hase hatte mit einer Olympiamedaille kaum rechnen können, als sie 2022 in Peking mit ihrem früheren Lauf-Partner Nolan Seegert Letzte nach der Kür geworden war.
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Die Silber-Kür zum Genießen: Metelkina/Berulava laufen aufs Podium

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Vor drei Jahren knüpfte Chefcoach Dmitri Savin, ein russischer Paarlaufspezialist, den Kontakt zum aus Sankt Petersburg stammenden Volodin. Es sollte der Startschuss in eine Erfolgsgeschichte werden.
Die fantastische Ausgangsposition hatten sich die Berliner am Sonntagabend mit einem Weltklasse-Kurzprogramm gesichert. 80,01 Punkte, persönliche Bestleistung, Platz eins - Hase und Volodin, seit August 2025 deutscher Staatsbürger, waren optimal in den Wettkampf gestartet. "Sehr glücklich" waren sie hinterher gewesen, verriet Hase, die "großen Emotionen" sparten sie sich aber für das Finale auf.
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Mit Traum-Kür zu Gold: Miura und Kihara machen sich unsterblich

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Mit 4,55 Punkten war der Vorsprung auf die zweitplatzierten Georgier schließlich nicht groß genug - und vor allem Miura/Kihara legten mit einer Weltklasse-Kür vor.
Hase/Volodin, die bei der EM im Januar geschwächelt hatten, brauchten zur Musik von Max Richter erneut eine persönliche Bestleistung für Gold - Fehler von Hase beim doppelten Axel und beim Salchow machten diesen Traum zunichte.
"Selbst ohne die beiden Fehler wäre es immer noch knapp geworden", meinte Eurosport-Experte Hendryk Schamberger im Live-Kommentar, unterstrich aber im Nachgang: "Bronze bei Olympischen Spielen: Das gibt es nicht oft!"
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Enttäuschung nach Bronze? Hase: "Können sehr zufrieden sein"

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Japan überragt: "Sensationelles Programm!"

Esprit und Leidenschaft von Hase und Volodin blieben an diesem Montagabend jedenfalls hängen.
"Man hat alles versucht. Die Ausgangsposition war großartig, das Programm ist klasse - aber Olympia hat eine ganz besondere Kraft", sagte etwas Eurosport-Kommentator Sigi Heinrich. "Der eine nutzt sie für sich, der andere zerbricht daran, das haben wir in vielen Wettbewerben gesehen. Aber die beiden sind ihren Weg gegangen."
Letzten Endes dürfe man eben nicht die außergewöhnliche Leistung der Konkurrenz vergessen: "Die Japaner haben eine unglaubliche Programmpunktewertung erhalten. Das war ein sensationelles Programm!"
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"Wirklich bemerkenswert!" Hocke/Kunkel mit starker Debüt-Kür

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Hocke/Kunkel hatten mit der Entscheidung erwartungsgemäß nichts zu tun. Trotzdem genossen die ehemaligen EM-Dritten ihren Auftritt nach dem frustrierenden Ergebnis im Kurzprogramm (67,52) in vollen Zügen.
"Wir sind super glücklich", sagte Hocke nach der sauberen Kür zur Musik von Meatloaf ("I'd Do Anything for Love"), konnte aber auch ihren Ärger über die wie schon am Sonntag fragwürdige Juryentscheidung nicht verstecken: "Es ist immer ein bisschen schwer, wenn der Moment so ein bisschen weggenommen wird."
(mit SID)
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So schön kann Freude aussehen: Chtchetinina und Wozniak begeistern

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Hocke/Kunkel nach Kür: "Da kommen einem fast die Tränen"

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