Eiskunstlauf bei Olympia 2018: Yuzuru Hanyu holt Gold

Der japanische Eiskunstläufer Yuzuru Hanyu hat bei den Winterspielen in Pyeongchang sein zweites Olympia-Gold in Folge gefeiert. In der Kür am Samstag verteidigte der Weltmeister seine Führung aus dem Kurzprogramm und wiederholte seinen Triumph von Sotschi 2014. Erst in Pyeongchang hatte Hanyu sein Comeback nach einer im November erlittenen Bänderverletzung im Knöchel gegeben.

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Mit 317,85 Punkten lag der 23-Jährige vor seinem Landsmann Shoma Uno (306,90). Bronze ging an den Spanier Javier Fernandez (305,24).
Hanyu erhielt für seine Kür die zweitbeste Punktzahl (206,17) hinter dem US-Amerikaner Nathan Chen (215,08), der bereits im Team-Wettbewerb von Pyeongchang Bronze gewonnen hatte. Im Kurzprogramm hatte der Japaner noch den Bestwert erzielt (111,68).
Drei Minuten lang war Hanyu auch rein gar nichts von seiner im November erlittenen schweren Bänderverletzung anzumerken. In den letzten 90 Sekunden seines Programms zu japanischen Klängen musste er kämpfen und konnte einmal nur knapp einen Sturz vermeiden.
Der 23-Jährige ist damit der erste Einzelläufer seit der US-Legende Dick Button (1948 und 1952), der zweimal nacheinander die Goldmedaille bei Olympischen Spielen gewann.

Fentz: "Gründsätzlich noch stabiler werden"

Ein halbwegs versöhnlicher Abschluss gelang Paul Fentz. Als 24. gerade noch so ins Finale gerutscht, konnte sich der Berliner noch auf Rang 22 verbessern. Zufrieden war der 25-Jährige mit seinen ersten Olympischen Spielen aber keineswegs.
"Ich muss grundsätzlich noch stabiler werden. Vorgenommen habe ich mir, in den kommenden vier Jahren jede Saison ein Stück besser zu werden", sagte der deutsche Meister nach seiner Kür zur Musik des Serienhits "Games of thrones".
Einen besseren Ausklang verdarb sich Fentz durch ein erneutes "Verweigern" seines Königssprungs, des vierfachen Toe-Loops. "Ich bin beim Absprung in ein kleines Loch geraten, da fehlte es dann an Absprungenergie", sagte der Sportsoldat.

Dönsdorf vermisst "das Kämpferische"

Udo Dönsdorf vermisste beim Schützling von Trainerin Romy Österreich den nötigen Biss. "Paul ist solide durchgelaufen, aber mir hat das Kämpferische gefehlt. Olympia war für ihn kein Sprung nach vorne, bestenfalls ein Sprünglein", erklärte der Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union.
Um in den kommenden Jahren mehr aus dem letztjährigen EM-Zehnten herauszuholen, gibt es Pläne, Fentz zukünftig zumindest temporär außerhalb des Stützpunktes in Berlin trainieren zu lassen. Denn dort, so Dönsdorf, "hat sich ein Trott eingeschlichen, das Training ist zu stereotyp."
Nach einem Ruhetag am Sonntag werden die olympischen Eiskunstlauf-Wettbewerbe am Montag (02.00 Uhr MEZ, im Livestream auf Eurosport.de) mit dem Kurztanz der Eistänzer fortgesetzt. Deutsche Starter sind die deutschen Meister Kavita Lorenz und Joti Polizoakis aus Oberstdorf.
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