Olympia 2018 - Eiskunstlauf: Japans Winnie Puuh Yuzuru Hanyu hüpft wieder

Die japanischen Medien spielen verrückt, die heimischen Fans werden von Tag zu Tag aufgeregter. Auf dem zwei Monate lang verletzten Eiskunstlauf-Olympiasieger Yuzuru Hanyu lastet ein enormer Erwartungsdruck. Dass Japans Sport-Superstar pünktlich zum Kurzprogramm der Eiskunstläufer (10:00 Uhr Ortszeit/2:00 Uhr MEZ) wieder auf Titeljagd gehen kann, elektrisiert eine ganze Nation.

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Fotocredit: Eurosport

Als der Olympiasieger von Sotschi sich in Pyeongchang den Medien stellte, musste der Pressesaal wegen Überfüllung geschlossen werden, die Auslosung der Startreihenfolge wurde live im TV übertragen. Am Freitag werden die Fans sie wieder aufs Eis werfen, die kleinen, niedlichen Winnie Puuhs. Und Yuzuru Hanyu wird die Flut seines Lieblingsmaskottchens genießen, "auch wenn ich schon ein komplettes Zimmer voll von Bären habe."
Seit Mitte November, als sich der Weltmeister bei einem verunglückten vierfachen Lutz eine schwere Bänderverletzung zuzog, bangte man im fernöstlichen Kaiserreich um den 23-Jährigen. Fast täglich wurden die behandelnden Ärzte zu einem offiziellen Bulletin genötigt.

Japaner gewinnt Wettlauf mit der Zeit

Doch der Wettlauf mit der Zeit scheint gewonnen. "Ich möchte eine Traumvorstellung auf meiner Traumbühne geben", kündigte Hanyu selbstbewusst an.
Seit drei Wochen ist der sprunggewaltige Läufer wieder voll im Training, die schweren Momente vor dem Jahreswechsel sind vergessen:
Um seinen Knöchel zu schonen, verzichtete der in Kanada trainierende Athlet auf einen Start im Mannschaftswettbewerb, er wurde dort von seinem Landsmann Shoma Uno glänzend vertreten. Ein Medaillengewinn für Japan war von vornherein unrealistisch.

Schlachtplan steht - Rivalen im Blick

Ganz anders in der Herren-Konkurrenz, wobei Yuzuru Hanyu angesichts seines Leistungsvermögens in der komfortablen Lage ist, je nach Wettkampfverlauf taktieren zu können:
Seinen ärgsten Rivalen hat er ja ohnehin stets im Blick. Denn auch der sechsmalige Europameister Javier Fernandez aus Spanien trainiert in Nordamerika bei Brian Orser. Bei aller Konkurrenz sind die beiden Rivalen gute Kumpels.

Fentz geht auf Nummer sicher

Paul Fentz trainiert immer noch im heimischen Berlin, der deutsche Meister zählt sich selbst zum gehobenen Mittelfeld in der Kufenbranche. Aber da zumindest möchte sich der Olympia-Debütant weiter etablieren.
"Ins Kürfinale will ich auf jeden Fall", kündigte der 25-Jährige selbstbewusst an. In beiden Programmen wird er den Preisrichtern einen vierfachen Toe-Loop anbieten, zu mehr reicht es noch nicht: "Ich will nur springen, was ich schon beherrsche. Ein schönes Programm ist auch eine Menge wert."
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