Olympia 2026 - Eisschnelllauf: Francesca Lollobrigida widmet Medaille ihrem Sohn - Italien feiert seine Gold-Mama
Publiziert 07/02/2026 um 22:53 GMT+1 Uhr
Francesca Lollobrigida hat bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo die erste Goldmedaille für Gastgeber Italien gewonnen. Angesichts der Tatsache, dass die Azzurra an ihrem Geburtstag und vor den Augen ihres zweijährigen Sohnes Tommaso triumphierte, hätte der Tag für sie nicht schöner ausfallen können. Olympia hat seine Gold-Mama - und die hat schon den nächsten Traum.
Rührender Moment: Lollobrigida feiert Gold mit Sohn auf dem Arm
Quelle: Eurosport
Francesca Lollobrigida dämmerte trotz noch zweier ausstehender Läufe bereits, was ihr da gelungen war.
"Giulia, kannst du Tommy zu mir bringen?", rief sie zu ihrer Schwester auf die Tribüne. Gesagt, getan: Als ihr sagenhafter Triumph im Milano Speed Skating Stadium samt olympischem Rekord wenig später feststand, eilte sie im Kabinentrakt ihrem zweijährigen Sohn entgegen.
Immerhin durfte Tommaso bei der Krönung ihrer Laufbahn nicht fehlen - ohne ihn hätte sich ihre Geschichte wohl nie auf eine solche Art und Weise entfaltet.
"Der Dank geht an alle, die mir nahestehen. Ich widme diese Medaille meinem Sohn", erklärte Lollobrigida, die am Samstag ganz nebenbei ihren 35. Geburtstag feierte. "Es ist der schönste Tag in meinem Leben, einfach perfekt."
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Lollobrigida lebt den Traum aller Träume
Vor heimischer Kulisse olympisches Gold zu gewinnen - das hätte sie sich zuvor nicht ausmalen können. "Orange hat auf den Rängen sicher überwogen", spielte sie auf die niederländischen Fans an. "Aber unsere Leute haben sich zu wehren gewusst."
Von der Startlinie aus sah sie ihre Eltern, ihren Ehemann sowie den kleinen Tommaso. Ein zusätzlicher Schub an Motivation.
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Lollobrigida läuft mit Olympischem Rekord am Geburtstag zu Gold
Quelle: Eurosport
"Es ist einfach unglaublich, weil wir in unserer Heimat sind. Die Olympischen Spiele in Italien. Das ist der Traum aller Träume.
Nach Bronze (Massenstart) und Silber (3000 Meter) bei den Winterspielen in Peking 2022 füllt die Goldmedaille von Mailand die letzte Lücke im üppig gefüllten Trophäenschrank der 15-maligen Weltmeisterin im Inline-Speedskating. In jenen vier Jahren bewies die Italienerin, dass sich Familie und Karriere nicht einander ausschließen müssen.
Lollobrigida: "Schwierig, aber nie unmöglich"
"Ich wollte zeigen, dass ich mich nicht zwischen Eiskunstlauf und Mutterschaft entscheiden musste. Man kann Mutter sein und trotzdem stark sein", so Lollobrigida. Nach Peking fühlte sie sich am Gipfel der Welt angekommen, etwa zwei Jahre später kam Tommaso zur Welt.
Das Feuer für den Sport erlosch in der Eisschnellläuferin aber nie. "Ich bin sehr stolz darauf, nach der Geburt zurückgekommen zu sein", sagte sie. "Es war schwierig, aber nie unmöglich."
Dabei waren ihre Zweifel ausgerechnet in der laufenden Saison am größten. Eine Virusinfektion warf die Azzurra zwischenzeitlich aus der Bahn, körperlich war Lollobrigida am Boden. "Das war die schlimmste Saison meines Lebens", räumte sie ein.
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Francesca Lollobrigida hat Gold im Eisschnelllauf über 3000 Meter gewonnen
Fotocredit: Getty Images
"Mein Mann konnte all das heute nicht fassen, denn er sah, dass ich damals nicht einmal die Treppe hochkam und meine ganze Energie verloren hatte", erinnerte sie sich. Letzten Endes fand sie aber noch zum Happy End, der erste Saisonsieg hätte nicht schöner ausfallen können.
Und jetzt? "Ich möchte noch ein Kind, ich möchte Tommaso nicht allein lassen", meinte Lollobrigida. "Natürlich werde ich erst einmal daran denken, die Saison zu beenden, aber dann möchte ich noch ein Kind. Ich bin Ehefrau, ich bin Mutter, und ich möchte an meine Familie denken."
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