SID

Olympia 2018 - Eisschnelllauf: Claudia Pechstein im Massenstart nur Außenseiterin

Nase voll: Pechstein will nur noch weg aus Pyeongchang
Von SID

23/02/2018 um 11:27

Den Anblick von Kimchi und Co. kann Claudia Pechstein nur noch schwer ertragen. Seit mehr als drei Wochen hält sich die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin für die Winterspiele in Pyeongchang in Südkorea auf. Das hinterlässt Spuren. "Es ist auf jedem Ort der Welt so, dass man das gleiche Essen irgendwann nicht mehr sehen kann", sagte Pechstein. Ohnehin sei "Asien nicht so mein Favorit".

Ohnehin sei "Asien nicht so mein Favorit". Die 46-Jährige fiebert der Rückreise ins heimische Berlin-Köpenick entgegen. Schon am Sonntag besteigt sie in Seoul den Flieger in Richtung Deutschland. Die Teilnahme an der Schlussfeier, für viele Athleten der letzte Höhepunkt, schenkt sie sich.

"Die jungen Küken sind etwas forscher, was die Taktik angeht. Ich habe mir vorgenommen, das Gleiche zu tun", sagte Pechstein über das "Lotterie-Rennen."

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Pechstein nur Außenseiter

Der Massenstart steht erstmals im olympischen Programm. Die Rennen sind dynamischer und müssen deutlich taktischer gelaufen werden als die Einzelstrecken. Bei Weltmeisterschaften und im Weltcup hat sich das Format bewährt. Auch Pechstein hat positive Erfahrungen gesammelt, Anfang Dezember gewann sie in Calgary ein Weltcup-Rennen.

Wie damals muss Pechstein versuchen, sich frühzeitig abzusetzen und den Vorsprung ins Ziel zu retten. Kommt es zum Massensprint, wird Pechstein gegen die deutlich jüngere Konkurrenz das Nachsehen haben. Letzteres ist das wahrscheinlichste Szenario, Pechstein ist deshalb nur Außenseiterin. Selbst DESG-Sportdirektor Robert Bartko zählte das Rennen nicht zu denen mit Medaillenchancen.

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Die besten Möglichkeiten auf die ersehnte zehnte Olympia-Medaille hat Pechstein in anderen Rennen vergeben. Etwa auf ihrer Paradestrecke 5000 m, die sie nur als Achte beendete. Im Massenstart wolle sie nun versuchen, die "Wut über die 5000 m in Leistung umzumünzen", sagte Pechstein an ihrem 46. Geburtstag am Donnerstag.

Ende der Olympia-Karriere?

In das Eis des Gangneung Oval sind die fünf olympischen Ringe eingearbeitet. Pechstein wird am Samstag zum letzten Mal auf Kufen darüber gleiten. Womöglich ist es aber gar das letzte Rennen ihrer 26-jährigen Olympia-Karriere. Pechstein plant anderes, sie will bis Peking 2022 weitermachen und erst im Anschluss ihre Laufbahn beenden.

In vier Jahren gebe sie das Karriereende bekannt, hatte sie am Donnerstag gesagt. Pechstein wäre dann fast 50 Jahre alt. Die Qualifikation für ihre achten Spiele wäre in diesem Alter eine Sensation. "Ich weiß, dass ich sehr, sehr gut Schlittschuhlaufen kann. Ich habe ganz viel Spaß dabei", sagte Pechstein selbstbewusst. Olympia, so die Berlinerin, sei "einfach geil". An einen Abschied für immer will Pechstein noch nicht denken.

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