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Olympia 2018 - Eisschnelllauf: Pechstein bei Massenstart-Premiere chancenlos

Mit Video | Pechstein bei Massenstart-Premiere chancenlos
Von SID

24/02/2018 um 15:32

Die Japanerin Nana Takagi ist die erste Eisschnelllauf-Olympiasiegerin im Massenstart. Die 25-Jährige setzte sich vor Weltmeisterin Kim Bo Reum aus Südkorea durch und feierte ihren zweiten Triumph in Pyeongchang nach dem Sieg in der Teamverfolgung. Bronze im Finale der 16 besten Läuferinnen ging an die Niederländerin Irene Schouten. Claudia Pechstein war im Finale chancenlos und wurde 13.

Als Pechstein auf den finalen Metern ihrer siebten Winterspiele zum Sprint ansetzte, waren die Medaillen schon vergeben. Die deutsche Eisschnellläuferin hat im womöglich letzten Rennen ihrer 26-jährigen Olympia-Karriere einen Überraschungserfolg klar verpasst.

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Video - Pechstein im Massenstart ohne Chance: Gold für Japan

03:48

Zwei Tage nach ihrem 46. Geburtstag belegte die Berlinerin zum Abschluss der Eisschnelllauf-Wettbewerbe in Pyeongchang bei der olympischen Premiere des Massenstarts den 13. Rang. Pechsteins Traum von der zehnten Olympia-Medaille bleibt damit vorerst unerfüllt:

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Video - Medaillendruck nervt Pechstein: "Kann stolz auf mich sein"

01:46
"Es war mein Ziel, ins Finale zu kommen. Das habe ich erreicht. Ich bin sehr stolz darauf. Im Finale habe ich versucht, das Rennen mitzugestalten. Aber es ist mir nicht ganz gelungen, den Anschluss zu halten."

Gold ging an die Japanerin Nana Takagi, die die Südkoreanerin Kim Bo Reum und Irene Schouten aus den Niederlanden auf die Plätze verwies. Bei den Männern wurde Lee Seung Hoon (Südkorea) vor Bart Swings (Belgien) und Koen Verweij (Niederlande) Olympiasieger.

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Video - "Siegen oder sterben": Pechsteins Pyeongchang-Story

03:10

Pechstein wollte zweite Medaille nach 26 Jahren

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Gewinn von 5000-Meter-Bronze in Albertville 1992 hatte die fünfmalige Olympiasiegerin in Südkorea ein weiteres Mal auf das Podest laufen wollen. Über 3000 Meter (9.), 5000 Meter (8.) und in der Teamverfolgung (6.) lief sie jedoch deutlich daran vorbei.

Besonders enttäuscht war Pechstein über das Ergebnis auf ihrer Paradestrecke 5000 Meter gewesen. Vor dem Massenstart sagte sie:

" Ich will die Wut über die 5000 Meter in Leistung ummünzen. "

Dies erwies sich als Herausforderung. Das Abschlussprogramm war fordernd und eng getaktet. Gerade einmal eine knappe Stunde lag zwischen Halbfinale und Finale, beide Läufe führten über jeweils 16 Runden.

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Video - Karriereende? Pechstein will mit 49 Jahren nochmal zu Olympia

01:40

Das Finale gestaltete Pechstein zunächst aktiv. Häufig hielt sie sich zu Beginn an der Spitze auf. In der entscheidenden Phase des immer schneller werdenden Rennens verpasste Pechstein dann aber den Sprung in die Fluchtgruppe, die im Sprint die Entscheidung unter sich ausmachte.

Pechstein will bis Peking 2022 weitermachen

Im Halbfinale hatte Pechstein zuvor mit fünf Punkten den vierten Platz belegt. Dabei profitierte sie vor dem zweiten Zwischensprint vom Sturz dreier Konkurrentinnen und sicherte sich so das Ticket für das Finale.

Der Massenstart stand erstmals im olympischen Programm. Die Rennen sind dynamischer und müssen deutlich taktischer gelaufen werden als die Einzelstrecken. Bei Weltmeisterschaften und im Weltcup hat sich das Format bewährt. Auch Pechstein hat positive Erfahrungen gesammelt: Anfang Dezember gewann sie in Calgary ein Weltcup-Rennen.

Pechtein bestritt in Südkorea ihre siebten Winterspiele. Sie plant, bis Peking 2022 weiterzumachen und erst im Anschluss ihre Laufbahn zu beenden. In vier Jahren gebe sie das Karriereende bekannt, hatte sie am Donnerstag gesagt. Pechstein wäre dann allerdings fast 50 Jahre alt. Die Qualifikation für ihre achten Spiele wäre in diesem Alter eine Sensation. Eine Startplatzgarantie besitzt sie nicht.

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Video - Gold nach Horror-Verletzung! Lorentzen wird zum Olympia-Helden

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