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"Sorge um die DESG": Geisreiter und Co. fordern Dialog

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Moritz Geisreiter ruft zum Dialog im DESG auf

Fotocredit: SID

VonSID
18/11/2019 Am 21:49 | Update 18/11/2019 Am 21:58

Aus "Sorge um das Fortbestehen" der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) hat eine Gruppe um Athletensprecher Moritz Geisreiter zum Dialog zwischen allen Beteiligten aufgerufen. Ziel ist die Bildung eines "Zukunftsgremiums" unter dem Motto "DESG - gemeinsam retten". Die Unterzeichner laden dabei ausdrücklich auch die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein und deren Lebensgefährten...

Ziel ist die Bildung eines "Zukunftsgremiums" unter dem Motto "DESG - gemeinsam retten". Die Unterzeichner laden dabei ausdrücklich auch die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein und deren Lebensgefährten Matthias Große ein, beide hatten in den vergangenen Tagen im Zentrum eines eskalierenden Streits um die Ausrichtung des Verbands gestanden.

"Die teilweise stark gestörte Beziehung zwischen Mitgliedern, Verbandsführung, Sportlern, Trainern und Außenstehenden" lähme die DESG und behindere die Konzentration der Sportler auf die begonnene Saison. Die Initiative ziele nun darauf ab, die öffentliche Wahrnehmung der Sportart wieder positiver zu gestalten und die Situation des Verbands einer transparenten Analyse zu unterziehen. Um nötige Veränderungsprozesse anzustoßen, sollen zudem "unangenehme und unbequeme Themen" angesprochen werden.

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Die ohnehin angeschlagene DESG hat turbulente Tage hinter sich, nach dem Rücktritt von Verbandspräsidentin Stefanie Teeuwen vor den deutschen Meisterschaften Anfang November war eine öffentliche Debatte um ihre Nachfolge entbrannt. Im Zuge dessen brachte Pechstein offensiv Große als neuen Präsidenten ins Spiel. Wenige Tage später schloss die DESG diesen wegen "teilweise unsachgemäßen und dadurch verbandsschädigenden medialen Aussagen" aus dem Betreuerstab der Nationalmannschaft aus. Pechstein holte daraufhin zum Rundumschlag gegen den Verband aus, prangerte Missstände an und warf der DESG die "vorsätzliche Schädigung" ihres sportlichen Weges und Umfelds vor.

Wie gravierend die Situation ist, wird nun auch mit Blick auf die Unterstützer des "Zukunftsgremiums" deutlich: Dazu zählen Vertreter der drei wichtigsten deutschen Eisschnelllauf-Stützpunkte Erfurt, Berlin und Inzell, die normalerweise in Konkurrenz zueinander stehen.

Auch sportlich lief die Saison enttäuschend an. Beim Weltcup-Auftakt in Minsk am vergangenen Wochenende holte die DESG auf den Einzelstrecken nur eine Top-10-Platzierung: Pechstein wurde im Massenstart Neunte.

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