Lukjanuk hatte auf der ersten Prüfung des Tages, Pico da Pedra Golfe 1, den besseren Start und nahm Kajetanowicz 6,3 Sekunden ab. Mit 72 Prozent hatte diese Prüfung den geringsten Schotteranteil des Tages, mehr als ein Viertel bestand aus Asphalt. Damit war Lukjanuk neuer Spitzenreiter.
Gleich auf der nächsten Prüfung, Feteiras Meo 1, schlug der amtierende Europameister zurück und riss die Führung wieder an sich. Dann gewann er auch gleich die dritte Prüfung des Tages, Sete Citades 1, und genoss beim Mittagsservice einen Vorsprung von 12,2 Sekunden.
Auch dahinter gab es einen Platztausch: Ricardo Moura sorgte für eine Ford-Dreifachspitze. Auf allen drei Vormittagsprüfungen war der Lokalmatador schneller als Skoda-Pilot Ralfs Sirmacis, der nach der zweiten Prüfung des Tages auf Rang vier zurückfiel.
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Hattrick für Lukjanuk am Nachmittag

Verlierer des Vormittags war David Botka, der in seinem Citroen gleich auf der ersten Prüfung 22 Sekunden verlor und von Gesamtrang fünf auf Platz neun abstürzte. Anschließend kämpfte er sich wieder auf Platz sieben nach vorne. Hauptprofiteur war Pedro Meireles, der in seinem Skoda drei Plätze gutmachte und sich auf Platz fünf einnistete.
Wieder war es Lukjanuk, der bei der zweiten Durchfahrt von Pica da Pedra Golfe den besseren Start hatte. In der ersten Nachmittagsprüfung nahm er Kajetanowicz, der hinter Sirmacis nur Dritter wurde, vier Sekunden ab. Anders als am Vormittag konnte dieser auf Feteiras Meo 2 nicht zurückschlagen und Lukjanuk konnte weitere eineinhalb Sekunden vom Vorsprung des Polen absägen. Mit 6,7 Sekunden Vorsprung ging es dann in die letzte Prüfung des Tages, Sete Citades 2, die von Nebel gezeichnet war.
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Kajetanowicz rutscht in Böschung

Und hier kam es zum Drama: Kajetanowicz machte einen Fehler und rutschte von der Strecke. "Wir sind in eine Böschung gerutscht und die Aufhängungsgeometrie stimmt nicht mehr", flucht der Pole. Lukjanuk holte den dritten Etappensieg in Folge und dominierte damit den Nachmittag. Nach der zehnten Prüfung hat er nun einen Vorsprung von 9,8 Sekunden auf seinen Widersacher. "Es war wunderbar zu fahren", sagt der Weißrusse. "So sauber, so präzise. Nur in einer Kurve habe ich die Böschung gestreift, aber wir haben glücklicherweise nicht das Auto beschädigt."
Dahinter konnte Moura seine dritte Position mit einem dritten und einem zweiten Etappenrang auf den letzten beiden Prüfungen konsolidieren. "Unser Ziel ist, aufs Podium zu fahren, also machen wir so weiter", sagt der Portugiese. "Alex ist sehr schnell; um da mitzuhalten, müssten wir sehr hohes Risiko gehen." Sirmacis nahm in der Mittagspause Korrekturen an seinen Pacenoten vor und verbesserte sich am Nachmittag, konnte aber mit Moura nicht mithalten. Er liegt nun 24,3 Sekunden hinter dem Podium zurück.

Gesamtwertung nach Tag 2 (Top 10)

1. Alexej Lukjanuk (Ford) - 1:20:35.2 Stunden
2. Kajetan Kajetanowicz (Ford) +9,8 Sekunden
3. Ricardo Moura (Ford) +40,8
4. Ralfs Sirmacis (Skoda) +1:05.1 Minuten
5. Pedro Meireles (Skoda) 3:08.8
6. Jose Pedro Fontes (Citroen) +3:24.6
7. David Botka (Citroen) +3:37.0
8. Jaroslaw Orsak (Ford) +3:38.9
9. Raul Jeets (Skoda) +4:17.5
10. Antonin Tlustak (Skoda) +4:21.5
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