Allerdings schied Abbring schon am Freitag mit technischem Defekt aus, am Samstag erwischte es Breen. Der neue Peugeot 208 T16 R5 war auf Asphalt schnell, aber noch nicht standfest genug. Nachdem Breen vor heimischem Publikum die Segel streichen musste, fiel der Druck von Lappi ab. Der 23-Jährige verwaltete am Samstag seinen großen Vorsprung von fast zwei Minuten und brachte den Sieg sicher nach Hause.
"Es war eine absolut perfekte Rallye!", jubelt Lappi über seine makellose Performance. "Ich habe heute meine gestrige Performance gehalten. Es war sehr gut. Ich bin sehr stolz darauf. Der Sieg ist auch für die Meisterschaft sehr gut." Lappi übernahm mit diesem Sieg auch die Führung der EM-Wertung. Spannend war das Duell um den zweiten Platz, der bis zur letzten Prüfung andauerte.
Wiegand nach Aufholjagd Zweiter
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Sepp Wiegand startete mit seinem Skoda Fabia Super 2000 am Samstag eine Aufholjagd und kam Robert Barrable (Ford Fiesta R5) mit vier Bestzeiten immer näher. Die Entscheidung fiel auf der 29 Kilometer langen "Bronte Homeland"-Prüfung, die die längste gezeitete Strecke bei dieser Rallye war. "Wir verpassten eine Linkskurve und landeten im Feld", ärgert sich Barrable über den entscheidenden Fehler. "Dabei habe ich zehn oder zwölf Sekunden verloren."
Wiegand war in dieser 17. und vorletzten WP um 12,1 Sekunden schneller als der Dubliner und übernahm damit den zweiten Platz. Auf der letzten Prüfung ließ der Deutsche nichts mehr anbrennen und sorgte für den Skoda-Doppelerfolg. Für Wiegand war es der erste Podestplatz in diesem Jahr. "Ich bin richtig zufrieden, denn wir haben uns deutlich verbessert", freut sich der 23-Jährige. "Der heutige Tag war richtig gut, wir sind eine sehr gute Pace gefahren."
Lokalmatador auf Rang drei
Barrable hatte im Ziel schließlich 7,5 Sekunden Rückstand auf Wiegand und feierte als Dritter auf dem Podest. Trotz der knappen Niederlage ist der Dubliner zufrieden: "Es war heute ein guter Tag. In jeder Prüfung war Wiegand hier und dort etwas schneller. Der Podestplatz ist für mich aber sehr wichtig, denn ich bin schon lange nicht mehr dort oben gestanden."
Die Abstände im Feld waren sehr groß. Mit etwas mehr als fünf Minuten Rückstand kam Robert Consani (Peugeot 207 S2000) als Fünfter ins Ziel. Neil Simpson, der nach zwölfjähriger Rallye-Pause in diesem Jahr wieder fährt, belegte mit einem Skoda Fabia S2000 Rang fünf. Die 2WD-Wertung entschied Daniel McKenna (Citroen DS3 R3T) für sich. Außerdem wurde der Lokalmatador Sechster des Gesamtklassement.
Josh Moffett (Mitsubishi Lancer Evo IX) kam auf Position sieben und gewann gleichzeitig den Produktionswagen-Cup. Jan Cerny (Peugeot 208 R2) setzte sich bei den ERC-Junioren, für die Nordirland der zweite Saisonlauf war, durch und fuhr im Gesamtklassement auf Position acht. Die Top 10 komplettierten Jonathan Greer und Alex Parpottas (beide Ford Fiesta R2) Der nächste Lauf der Europameisterschaft findet Mitte Juni auf den Azoren statt.
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