Insgesamt stellte er auf dem Weg zum Sieg sieben Bestzeiten in den insgesamt 15 Wertungsprüfungen auf. "Wir haben es gut gemacht, denn ich habe die Erfahrung", sagt Al-Rajhi. "Ich hatte alles unter Kontrolle."
Das Duell bei dieser Rallye aus Schotter und Asphalt wurde auch von der Technik mitentschieden. Bei sommerlichen Temperaturen hatten viele Fahrer mit überhitzten Motoren zu kämpfen. Dadurch verlor Kajetanowicz zu Beginn der zweiten Etappe die entscheidende Zeit. Im Ziel fehlten dem Polen 48,9 Sekunden auf Al-Rajhi. "Es war ein großartiges Wochenende und eine fantastische Rallye für uns", freut sich Kajetanowicz dennoch über den zweiten Platz. "Wir hatten zwar kleinere Probleme, aber wir sind glücklich."
Podium fest in Ford-Händen
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Außerdem gewann Kajetanowicz die neue ERC-Schotterwertung. Das Podest in Zypern komplettierte Abdulaziz Al-Kuwari. Der Katari stellte im Laufe der Rallye zwar keine Bestzeit auf, doch mit konstanter Fahrt wurde er am Ende belohnt. Es standen schließlich drei Ford-Piloten auf dem Podest. Außerdem feierte Al-Kuwari den Sieg in der MERC-Wertung, denn Zypern war auch der vorletzte Saisonlauf der FIA Middle-East-Meisterschaft. Al-Kuwari setzte sich gegen Khalid Al-Qassimi (Citroen DS3 RRC) durch, der Platz vier im Gesamtklassement belegte.
Breen enttäuscht
Bruno Magalhaes brachte seinen Peugeot 208 T16 als Fünfter ins Ziel. Dagegen erlebte Peugeot-Akademie-Pilot Craig Breen eine Rallye zum Vergessen. Der Nordire hatte mit vielen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Vor der letzten Prüfung lag Breen auf Platz sechs, doch dann blieb sein Peugeot in WP15 stehen. Nach Reparaturen kam Breen schließlich außerhalb der Top 10 ins Ziel.
In Abwesenheit des Skoda-Teams konnte Breen somit seinen Rückstand in der Meisterschaft nicht reduzieren. Esapekka Lappi führt die EM-Wertung weiterhin 19 Punkte vor Sepp Wiegand an.
Bester Lokalmatador war Christos Demosthenous (Mitsubishi Lancer Evo IX) als Sechster. Damit gewann der Zypriote auch die Produktionswagen-Wertung. Den Sieg in der 2WD-Wertung holte sich Zoltan Bessenyey im Honda Civic Type R. Nasser Al-Attiyah, der schon drei Siege in Zypern gefeiert hat, schied am Samstagmorgen mit technischem Defekt aus. Der nächste Europameisterschaftslauf findet vom 23. bis 25. Oktober mit der Rallye du Valais in der Schweiz statt.
Ergebnis nach 15 Prüfungen (Top 10):
01. Yazeed Al-Rajhi (Ford Fiesta RRC) - 3:03:44.4 Stunden
02. Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) +48,9 Sekunden
03. Abdulaziz Al-Kuwari (Ford Fiesta) +1:30,5 Minuten
04. Khalid Al-Qassimi (Citroen DS3 RRC) +2:05,7
05. Bruno Magalhaes (Peugeot 208 T16) +3:23,3
06. Christos Demosthenous (Mitsubishi Lancer Evo IX) +7:44,0
07. Stavros Antinou (Mitsubishi Lancer Evo IX) +9:42,6
08. Petros Panteli (Mitsubishi Lancer Evo X) +11:56,1
09. Witali Puschkar (Mitsubishi Lancer Evo X) +12:37,8
10. Antonin Tlustak (Skoda Fabia S2000) +15:26,0
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