Ralf Sirmacis (Skoda Fabia R5) verbesserte sich auf Rang drei.
Auf dem abwechslungsreichen Terrain der Mittelmeerinsel mit Schotter und Asphalt in unregelmäßigen Wechseln ist Lukjanuk nicht zu schlagen: Der Russe schnappte sich sechs von acht Bestzeiten und fährt damit unbeirrt seinem ersten Sieg seit dem Saisonauftakt auf den Kanaren entgegen. Die mit 22 Kilometern längste Prüfung der Rallye, Lythrodontas, entschied er bei beiden Durchfahrten für sich. "Wir fahren nicht 100 Prozent auf Sicherheit, aber fahren relativ schnell ohne zu viele Risiken einzugehen", meldet der Ford-Pilot. Alles also im grünen Bereich.
Das lässt sich auch über Griebels Leistung sagen. Mit Rang zwei übertrifft er bei seinem ersten R5-Einsatz, den er sich mit der Junioren-Europameisterschaft verdient hat, alle Erwartungen. Seine erste WP-Bestzeit verpasste er nur um 1,8 Sekunden gegen Lukjanuk. ausgerechnet auf der 22 Kilometer langen "Königsetappe". Griebel ist in Ekstase: "Das macht so viel Spaß, dass ich einfach immer nur noch schneller fahren will! Ich werde versuchen, Ralfs (Sirmacis; Anm. d. Red.) hinter mir zu halten." Nach dem Samstag hat er genau 40 Sekunden Vorsprung auf den dreimaligen Saisonsieger.
Rallye Zypern
Lukjanuk erster Spitzenreiter, Griebel starker Dritter
08/10/2016 AM 08:19

Grjasin überschlägt sich

Doch er ist für die letzten vier Prüfungen gewarnt. Wie schnell der Spaß in Enttäuschung umschlagen kann, musste nämlich sein lettischer Juniorenkollege Nikolaj Grjasin erleben: Auf der sechsten Prüfung vor dem Mittagsservice, der nur zehn Kilometer langen Lagia-Stage, schnitt er eine Kurve, die man besser nicht schneiden sollte und rollte seinen Skoda Fabia R5 ab. Für den Letten ist die Rallye damit beendet, nachdem er sich den ganzen Vormittag lang einen packenden Kampf um Rang zwei mit Griebel geleistet hat.
Ralfs Sirmacis hat sich nach seinem vorsichtigen Start am Freitag wieder auf die dritte Position nach vorn gearbeitet, kann aber aus eigener Kraft nicht mehr weiter nach vorn kommen. David Botka (Citroen DS3 R5) muss derweil um seinen vierten Platz noch kämpfen: Hinter ihm führt Christos Demosthenous (Mitsubishi Lancer Evo IX) die ERC2-Wertung an und hat nur sieben Sekunden Rückstand. Der Lokalmatador nutzt seine Ortskenntnis, um mit seinem Produktionswagen den deutlich wendigeren R5-Boliden unter Druck zu setzen und sorgt nebenbei für vier verschiedene Marken auf den ersten fünf Plätzen.
Eine ganze Armada von einheimischen Produktionswagenfahrern komplettiert die Top 10. Die Entscheidung in der Rallye Zypern 2016 fällt am Sonntag auf vier Wertungsprüfungen, darunter die beiden Golden Stages, die mitten durch das Grenzgebiet zwischen dem griechischen und dem türkischen Teil Zyperns führen.
Zwischenstand nach WP10/14 (Top 10):
1. Aleksei Lukjanuk (Ford) - 1:39:00.3 Stunden
2. Marijan Griebel (Skoda) +1:35.5 Minuten
3. Ralfs Sirmacis (Skoda) +2:17.1
4. David Botka (Citroen) +4:27.7
5. Christos Demosthenous (Mitsubishi) +4:35.1
6. "Chips junior" (Mitsubishi) +6:46.7
7. Costas Zenonos (Mitsubishi) +7:00.9
8. Savvas Savva (Mitsubishi) +9:24.2
9. Michalis Posedias (Mitsubishi) +11:15.1
10. Stavros Antoniou (Mitsubishi) +12:06.8
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