Mick Schumacher feiert Titel in Formel 2 nach Zitterpartie

Mick Schumacher (Prema) hat sich den Titel in der Formel 2 gesichert. Obwohl der 21-Jährige beim finalen Saisonrennen in Bahrain nur auf Platz 18 kam, verteidigte er seine Führung im Gesamtklassement auf seinen letzten verbliebenen Titelkonkurrenten Callum Ilott (UNI-Virtuosi), der auf Rang zehn ins Ziel kam. Den Sieg im Sprintrennen sicherte sich der Inder Jehan Daruvala (Carlin).

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"Ich habe keine Worte. Ich danke euch", funkte ein hörbar ergriffener Schumacher an seine Box: "Es ist einfach großartig."
"Ich bin überwältig, ich habe es noch gar nicht realisiert", sagte er nach dem Rennen. "Ich fühle mich noch nicht als Champion. Das wird noch ein paar Tage dauern. Ich bin so dankbar dafür, dass ich mit diesen Leuten arbeiten durfte. Sie sind Freunde von mir geworden. Ich liebe sie. Sie sind die Besten", huldigt er seinem Prema-Team, für das er fünf Saison in Folge gefahren ist.
Das Wochenende war für den 21 Jahre alten Prema-Piloten Schumacher bereits vor dem Start gelungen: Seit Mittwoch steht fest, dass er im kommenden Jahr in der Formel 1 für das Haas-Team fährt.
Schumacher ist der vierte deutsche Champion im Unterbau der Motorsport-Königsklasse nach dem späteren Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg (2005), Timo Glock (2007) und Nico Hülkenberg (2009). Für Schumacher ist es der zweite große Titel nach dem Gewinn der Formel-3-Europameisterschaft 2018.
Der zweimalige Saisonsieger Schumacher ging mit 14 Punkten Vorsprung auf UNI-Virtuosi-Pilot Ilott in das 24. und letzte Rennen der Saison. Nur 17 Zähler waren noch zu gewinnen, Ilott hätte mindestens Zweiter werden und die schnellste Runde drehen müssen, um Schumacher noch abfangen zu können.

Mick Schumacher: Zitterpartie im letzten Rennen

Der Weg zum Titelgewinn war für Schumacher trotz eines komfortablen 14-Punkte-Vorsprungs auf Ilott nervenaufreibend. Er musste nach einem guten Start aufgrund mehrerer Verbremser zu einem außerplanmäßigen Reifenwechsel an die Box kommen und fiel dadurch aus den Punkterängen heraus. Doch Ilott konnte das nicht nutzen und verpasste seine letzte Chance auf den Titelgewinn.
"Ich spürte, dass meine Hinterreifen nachgeben. Ich habe es probiert, aber irgendwann ging nichts mehr. Ich sagte zum Team: 'Wir müssen was unternehmen.' Ich hatte Angst vor einem Reifenwechsel, aber das Team meinte: 'Lass es uns versuchen. Mit dem Satz kommen wir sowieso nicht durch.' Also sind wir reingekommen", erklärte Schumacher die kritische Situation. Am Ende von Runde 19 bog er in die Box ab und wechselte auf weiche Reifen, wodurch er aus den Punkterängen herausfiel.
Ilott, der zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei lag, hatte nun die Hand am Titel. Ein Sieg oder ein zweiter Platz und die schnellste Rennrunde hätten ihm gereicht. Doch der Brite kam nicht an das Führungsduo heran, obwohl sich dieses einen erbitterten Zweikampf lieferte.
Vielmehr ließen auch bei Ilott die Reifen stark nach. Spätestens als er in Runde 26 selbst überholt wurde, platzten seine letzten Titelhoffnungen. Anschließend wurde der Brite weiter im Feld durchgereicht, sodass Schumacher nach der Zieldurchfahrt über den Titel jubeln konnte.
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(mit SID und motorsport-total.com)
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Quelle: SID

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