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Formel 1 - Red-Bull-Boss Horner enthüllt: Daniel Ricciardo ist vor Max Verstappen geflüchtet
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Publiziert 19/04/2022 um 23:30 GMT+2 Uhr
Daniel Ricciardo wollte weg von Red Bull nach der Formel-1-Saison 2018. Deshalb schloss er sich für 2019 dem Renault-Werksteam an, verließ dieses aber schon 2021 wieder zugunsten von seinem jetzigen Arbeitgeber McLaren. Aber warum begab sich der Australier einst überhaupt auf "Wanderschaft"? Das hatte laut Red-Bull-Teamchef Christian Horner einen einfachen Grund: Max Verstappen.
Daniel Ricciardo und Max Verstappen
Fotocredit: Getty Images
Im Gespräch mit der Wochenend-Ausgabe von "The Australian" sagte Horner: "Daniel hatte [2018] gesehen, dass sich Max im Aufwind befand. Und er wollte nicht die zweite Geige spielen."
Außerdem habe Ricciardo "offenbar Zweifel gehabt an den Honda-Motoren", so der Teamchef. Er konstatierte "unheimlich schlechtes Timing" seitens Ricciardo, weil Red Bull mit Honda-Antrieben alsbald konkurrenzfähig wurde und ein siegfähiges Paket geschnürt habe.
Tatsächlich erzielte Red Bull mit Verstappen gleich im ersten Honda-Jahr 2019 drei Saisonsiege, den ersten ausgerechnet beim Heimrennen auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg.
Ricciardo wiederum kam 2019 mit Renault nie unter die Top 3 und er erreichte erst 2020 seinen ersten Podestplatz für den neuen Arbeitgeber - als er sich bereits für eine Zukunft bei McLaren entschieden hatte, für den er 2021 den Italien-Grand-Prix gewann.
Ricciardo will es im McLaren allen zeigen
Doch eigentlich will Ricciardo mehr. Viel mehr sogar. Im Gespräch mit der "Herald Sun" meinte er: "Ich würde natürlich gerne in einem McLaren den Titel gewinnen und dann sagen können: Ich hab's Euch ja gesagt!"
Solange dieser Erfolg aber nicht eintrete, werde es kritische Stimmen geben. "Das kann ich verstehen", sagte Ricciardo, "und das ist in Ordnung." Ihm gingen solche Kommentare nicht nahe. "Es ist mir egal", so der Australier. "Ich wusste ja, auf was ich mich einlasse, als ich von einem großen Team wegging. Und damals schien es das Richtige zu sein."
Es hätten diverse Faktoren eine Rolle gespielt bei seiner Entscheidung, Red Bull zu verlassen und bei Renault einen Neuanfang zu wagen, sagte Ricciardo. Kernpunkt: "Du musst dich wohl fühlen mit allem, was in einem Team vor sich geht. Und es gab viele Dinge, mit denen ich mich ein bisschen unwohl fühlte, es fehlte Stabilität."
Wechsel auf Honda bekräftigte Ricciardos Entscheidung
Zum Beispiel habe er schon in der Saison 2018 erfahren, dass sein Renningenieur Simon Rennie dem Team ab 2019 nicht mehr in gleicher Form zur Verfügung stehen würde.
"Ich hatte eine gute Beziehung zu ihm aufgebaut. Und mir war klar: Ich würde ihn verlieren, wenn ich bliebe", so Ricciardo, der betonte: Der Wechsel von Renault- auf Honda-Antriebe habe ebenfalls zu seinen Wechselabsichten beigetragen. Verstappen erwähnte er selbst mit keinem Wort.
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Daniel Ricciardo und Christian Horner
Fotocredit: Getty Images
Dafür sagte Ricciardo: "Unterm Strich war [meine] Entscheidung sinnvoll. Ich kann aber nachvollziehen, wenn die Leute sagen, ich hätte das niemals tun sollen oder so. Damit muss man rechnen. Es ist jetzt aber so und es ist mir egal."
Dabei hätte er bei Red Bull offene Türen eingerannt, wenn er sich nur mehr für einen Verbleib interessiert hätte, meinte Horner. Er spricht von einem "gewaltigen Angebot", das Ricciardo erhalten habe, um über 2018 hinaus für Red Bull zu fahren. Ricciardo schlug es aus.
Horner würdigt Ex-Fahrer Ricciardo
"Wir waren traurig, als er sich dazu entschlossen hatte, das Team zu verlassen", sagte Horner. "Leider ist es dann für ihn nicht wie gewünscht gelaufen." Er halte Ricciardo aber noch immer für einen "großartigen Fahrer" mit "herausragenden natürlichen Fähigkeiten" und einer "tollen Persönlichkeit", so der Teamchef.
Einen letzten kleinen Seitenhieb konnte sich Horner dennoch nicht verkneifen: "Jetzt hat Daniel [bei McLaren mit Lando Norris] ebenfalls einen schnellen Teamkollegen, der ihm das Leben schwer macht. Und das ist hart für ihn."
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Quelle: Perform
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