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Daniel Ricciardo zurück zu den Wurzeln: Australier bei AlphaTauri wieder mit Spaß an der F1
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Publiziert 25/08/2023 um 16:58 GMT+2 Uhr
Daniel Ricciardo nutzte die Sommerpause, um körperlich nachzulegen. Wirklich gebraucht hätte der Australier die erneute Auszeit allerdings nicht. "Ich hatte dieses Jahr ja schon so viel freie Zeit", so der 34-Jährige. Seit seiner Rückkehr zu AlphaTauri hat Ricciardo aber den Spaß zurück, der dem achtmaligen Grand-Prix-Sieger bei seinem Engagement bei McLaren abhanden gekommen war.
Daniel Ricciardo: Liebe zur Formel 1 war schon erloschen
Fotocredit: Getty Images
Für die einen war die Sommerpause eine willkommene Auszeit vom stressigen Formel-1-Alltag, für Daniel Ricciardo war sie hingegen die Chance, körperlich wieder etwas auf die anderen aufzuholen. "Ich hatte dieses Jahr ja schon so viel freie Zeit, also hatte ich meine Pause sozusagen schon", meinte der Australier. "Von daher brauchte ich die Sommerpause nicht."
"Ich weiß natürlich, dass alle anderen sie brauchten, und das verstehe ich auch, aber ich hatte meine, und so war es für mich eine gute Gelegenheit, ein wenig aufzuholen, während die anderen abgeschaltet haben", sagte er. Das heißt: "Ich habe mehr auf meinen Körper geachtet, als ich es normalerweise in einer Sommerpause tue."
Worauf Ricciardo mittlerweile an seinem Körper aber besonders achtet, das ist sein Kopf. Bei McLaren hatte er sich sportlich zuletzt nicht mehr wohlgefühlt, sodass er in der Formel 1 nicht mehr den Spaß hatte, den er eigentlich gerne haben würde. Die Auszeit und der Neustart bei AlphaTauri haben ihm in der Hinsicht gut getan.
"Das ist es, was ich wirklich versucht habe, wieder zu erreichen", sagte er. "Zurück zu den Anfängen und den wirklichen Wurzeln und dem Kern dessen, warum ich das gemacht habe und den Dingen, die mich motiviert haben und warum ich hier in dieser Position sein wollte." Und das waren der Spaß und die Liebe zum Sport.
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Daniel Ricciardo
Fotocredit: Getty Images
"Das hat sich in den letzten ein, zwei Jahren wohl ein wenig eingetrübt, und ich hatte nicht mehr so viel Spaß daran, wie ich es eigentlich wollte", gab er zu. "Im Dezember war ich mir nicht sicher, ob ich in den Sport zurückkommen oder wieder Rennen fahren würde."
Doch dank der Auszeit hat Ricciardo ein neues Mindset bekommen und sieht jedes Wochenende aktuell als Bonus. "Ich bin hier, ich fahre Rennen, es macht mir Spaß", sagte er. "Druck gibt es nicht wirklich. Ich habe das Gefühl, dass ich etwas zu beweisen habe, aber ich belaste mich nicht zu sehr damit."
Die Freude und Motivation sind wieder da
Die beiden Rennen vor der Sommerpause in Ungarn und Belgien seien für ihn genau so verlaufen, wie er es sich gewünscht hätte - vielleicht nicht unbedingt vom Ergebnis, aber vom Erlebnis und dem eigenen Empfinden.
"Die Art und Weise, wie das Wochenende verlief und wie ich mich persönlich fühlte, das Maß an Glück, Freude, Antrieb und Motivation, war genau das, was ich wollte", so Ricciardo. "Ich glaube, das war genau das, wonach ich schon eine Weile gesucht hatte."
"Jetzt heißt es also, wieder anzufangen, aber die Dinge, die ich in dieser Auszeit gelernt habe, zu bewahren und sie für das zweite Kapitel meiner Reise mitzunehmen. Es sind Dinge, die ich auf dem Weg beibehalten werde, um sicherzustellen, dass ich nicht in alte Gewohnheiten zurückfalle."
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Daniel Ricciardo sitzt Ende Juli wieder im Cockpit von AlphaTauri
Fotocredit: Getty Images
Genau darüber habe er auch mit Fernando Alonso gesprochen, der neulich in einem Interview zugab, zu bereuen, den ersten Teil seiner Karriere nicht richtig genossen zu haben. Auch dem Spanier haben die zwei Jahre Auszeit sehr geholfen, wie er immer wieder betont. "Er sprach über die Auszeit und die Vorteile davon, und das spüre ich auch", sagte Ricciardo.
Jetzt ist der Australier auch wieder bereit für die Formel 1 und bereit, längerfristig ein Teil davon zu sein. Denn das ist sein Plan: Er ist nicht nur zurückgekommen, um ein paar Rennen mitzufahren, sondern er möchte sich für 2024 und darüber hinaus für ein Cockpit empfehlen - am besten bei Red Bull.
Noch ein paar Jahre Rennen fahren
"Ich plane auf jeden Fall von Rennen zu Rennen, aber ich sage nicht einfach: 'Ich werde diese Saison beenden und dann sehen, was passiert'", sagte er. "Ich möchte jetzt noch ein paar Jahre lang Rennen fahren."
Er ergänzte: "Ich glaube, vor sechs Monaten war das noch nicht meine Antwort. Ich wusste nicht, was meine Antwort war, und das war etwas, was ich während dieser Auszeit wirklich herauszufinden versuchte."
Mittlerweile fühle er sich aber wieder wie vor zehn Jahren: "Ich habe das Gefühl, dass ich wieder diese junge Energie habe und diese Motivation und letztendlich diese Freude und diesen Spaß, wieder auf der Strecke zu sein und Rennen zu fahren."
"Der Plan in meinem Kopf ist also, noch ein paar Jahre zu fahren - aber was die Leistung angeht, nehme ich es von Rennen zu Rennen", sagte er. "Natürlich setze ich mich nicht unnötig unter Druck, aber ich habe einfach Ziele, die ich erreichen will, und Dinge, denen ich nachjagen will."
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Quelle: SNTV
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