Aston Martin rekrutiert seit einiger Zeit schon fleißig Mitarbeiter, doch der Wechsel von Eric Blandin ist ein Coup.
Blandin arbeitet seit 2011 für Mercedes, seit vier Jahren als Chef-Aerodynamiker. Aktuell arbeitet Blandin noch in Brackley und wird voraussichtlich erst im Oktober nächsten Jahres zu seinem neuen Team stoßen.
Zu seiner genauen Rolle oder seinem Jobtitel hat Aston Martin noch keine Angaben gemacht. Seit 20 Jahren ist er in der Formel 1, zunächst bei Jaguar, anschließend bei Red Bull und Ferrari, ehe er zu den Silberpfeilen kam.
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Seine Verpflichtung kommt überraschend, da er die erste Schlüsselfigur ist, die von Mercedes, dem Motoren- und Getriebelieferanten von Aston Martin abgeworben wurde.

Zoff zwischen Wolff und Stroll?

Ein Aston-Sprecher sagte gegenüber den Kollegen von 'Motorsport.com': "Wir können bestätigen, dass Eric Blandin nächstes Jahr für das Formel-1-Team von Aston Martin arbeiten wird. Sein genaues Startdatum ist noch nicht bestätigt. Der Übergang vom Mercedes-Team zu uns wird ein freundschaftlicher sein."
Daran gibt es jedoch Zweifel. Wie "GP Blog" berichtet, soll Mercedes von dem Wechsel überrascht worden sein, obwohl Teamchef Toto Wolff ein gutes Verhältnis zu Stroll pflegt. Zwischen beiden soll ein Streit entfacht sein, wohl auch, weil Mercedes im Saisonfinale gerade andere Sorgen hat.
Der Franzose Blandin begann seine Karriere 1998 beim italienischen Windkanal-Unternehmen Fondmetal Technologies, bevor er 2002 als Aerodynamiker zu Jaguar Racing wechselte. Er blieb dem Team aus Milton Keynes auch während des Übergangs zu Red Bull Racing treu und wurde Leiter des Aerodynamik-Teams.

Aston Martin bereitet sich auf die Weltmeisterschaft vor

Der erfahrene Franzose reiht sich in eine lange Liste hochkarätiger Neuzugänge bei Aston Martin ein, die Teambesitzer Lawrence Stroll weiter vorantreibt, um zu einem echten Titelanwärter zu werden. Zu ihnen zählen neben Blandin und Fallows auch Luca Furbatto von Alfa Romeo und Andrew Alessi von Red Bull.
Teamchef Otmar Szafnauer machte kürzlich deutlich, dass Aston Martin weiterhin Personal einstellt, um sich auf den Kampf um die Weltmeisterschaft vorzubereiten. Zwar räumte er ein, dass sich die Rekrutierung verlangsamt habe, "aber wir kündigen nicht jeden an, es sei denn, es handelt sich um sehr hochrangige Mitarbeiter".

Szafnauer: "Wollen in vier Jahren die WM gewinnen"

"Wir haben in diesem Jahr über 150 Leute eingestellt, und wir werden weiter einstellen. Wenn wir in vier Jahren eine Weltmeisterschaft gewinnen wollen, brauchen wir Personal, Infrastruktur, eine Fabrik, einen Windkanal, genau wie die Spitzenteams, und wir sind auf dem besten Weg, das zu erreichen", so Szafnauer.
Außerdem kündigte er Furbattos baldige Ankunft an: "Luca wird in den nächsten Wochen zu uns stoßen. Wie bei jedem anderen auch gibt es Kündigungsfristen, die einzuhalten sind. In wenigen Wochen wird Luca also bei uns anfangen können."
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(mit motorsport-total.com)

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