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Niederlande GP: Lewis Hamilton gerät im WM-Kampf mit Max Verstappen ins Hintertreffen
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Publiziert 06/09/2021 um 12:24 GMT+2 Uhr
Max Verstappen steht wieder ganz oben - und wenn alles normal läuft, dann ist er am Ende des Jahres erstmals Weltmeister. Dafür spricht auch ein Blick auf Lewis Hamilton und Mercedes. Denn ohne die Pechsträhne in Silverstone und in Budapest würde der Niederländer die Fahrerwertung nun wohl bereits mit großem Abstand anführen. Red Bull hat das bessere Gesamtpaket im Vergleich zu Mercedes.
Musste seine WM-Führung in Zandvoort abgeben: Mercedes-Superstar Lewis Hamilton
Fotocredit: Getty Images
Lewis Hamilton wollte sich keine Blöße geben vor den johlenden Fans seines Rivalen. Freundlich akzeptierte er die Niederlage gegen Max Verstappen, sprach im Plauderton über die Gründe - und verriet vor der Abreise aus Zandvoort eher beiläufig, für wie groß er das Problem bei Mercedes hält.
"Wir müssen ein bisschen Geschwindigkeit finden, um in diesem Jahr noch Rennen zu gewinnen", sagte Hamilton. Nach 13 von 22 geplanten Grands Prix beträgt der Rückstand auf WM-Spitzenreiter Verstappen zwar lediglich drei Punkte, das ist zu diesem Zeitpunkt der Saison geradezu lächerlich wenig. Der Trend allerdings spricht schon seit einer ganzen Weile für Red Bull.
Seit ziemlich genau vier Monaten, das musste Mercedes sich am Sonntagabend immer wieder vorrechnen lassen, hat Hamilton kein Rennen mehr aus eigener Kraft gewonnen. Seit dem Großen Preis von Spanien nämlich. Das liegt vor allem daran, dass Mercedes längst intensiv am Auto für 2022 arbeitet und kaum noch Upgrades für die aktuelle Saison bringt. Red Bull wählt eine andere Taktik.
"Sie haben so große Schritte gemacht, mit dem Auto, mit dem Motor", sagte Hamilton, Red Bulls souveränen Auftritt in Zandvoort sieht er als Beleg für den nächsten Entwicklungssprung: "Sie hatten etwas Neues am Auto, wir hatten seit Juli nichts mehr. Wir müssen also schauen, wie es jetzt weitergeht."
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Max Verstappen (Red Bull) feierte in Zandvoort einen überzeugenden Heimsieg
Fotocredit: Getty Images
Niederlande GP: Verstappen gilt als kommender Weltmeister
Verstappen, seit 2015 in der Formel 1 und eigentlich schon zuvor als künftiger Weltmeister gehandelt, könnte in diesem Jahr die großen Erwartungen erfüllen. Für den Niederländer war es ja ohnehin stets eine Frage des Werkzeugs. "Du brauchst eben auch ein Auto, mit dem du gewinnen kannst", sagte der 23-Jährige, "und das haben wir jetzt."
Verstappen profitiert dabei zweifellos von der völlig unterschiedlichen Ausgangsposition der beiden Rennställe. Mercedes hat den Titel sieben Mal in Serie gewonnen, ein Ausrutscher in dieser Saison würde wohl in Kauf genommen, um die Grundlagen für die kommenden Jahre zu legen: 2022 nämlich greift das neue Reglement. Red Bull dagegen wartet seit 2013 auf den WM-Triumph und will die Chance nun keinesfalls vergeben.
Dass es überhaupt noch so eng ist zwischen den beiden Piloten, hat einerseits mit den Vorfällen in Silverstone und Budapest zu tun. Verstappen wurde durch Unfälle aus dem Rennen um den Sieg genommen, ausgelöst jeweils von einem Mercedes. Andererseits verstehen die Silberpfeile es seit Jahren aber auch, selbst aus nicht optimalen Rennverläufen das Maximum herauszuholen.
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Max Verstappen (Red Bull) in Zandvoort vor Lewis Hamilton (Mercedes)
Fotocredit: Getty Images
Niederlande GP: Hamilton in Zandvoort chancenlos
Das allerdings gelang - aus Sicht von Hamilton - in Zandvoort nicht. "Wir hätten in jeder Hinsicht perfekt sein müssen, um auch nur die kleinste Chance zu haben", sagte er, "bei den Boxenstopps und der Strategie, aber das war alles nicht optimal."
Hamilton bezog sich auf ein wenig verschenkte Zeit beim ersten Reifenwechsel und den Zeitpunkt für die Stopps - und hatte im Fahrerlager einen Unterstützer, mit dem er nicht immer einer Meinung ist. "Es hätte viel enger sein können, aber so, wie Mercedes es gemacht hat, war da keine Chance", sagte Nico Rosberg, einst Hamiltons Teamrivale und 2016 selbst Weltmeister: "Das war ein großer, großer Fehler."
Man sehe bei Mercedes momentan "nicht das gewohnt hohe strategische Level". Und auch das könnte zum Problem werden. Denn auf ein überlegenes Auto kann sich Hamilton in diesem Jahr nicht verlassen.
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(SID)
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Quelle: Perform
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