Eurosport
Niederlande GP: Sebastian Vettel erlebt in Zandvoort ein Wochenende zum Vergessen
Von
Publiziert 06/09/2021 um 10:39 GMT+2 Uhr
Keine Punkte für Sebastian Vettel beim Niederlande-Grand-Prix 2021 in Zandvoort. Der deutsche Rennfahrer kam mit zwei Runden Rückstand nur auf der 13. Position ins Ziel, direkt hinter seinem Aston-Martin-Teamkollegen Lance Stroll. Und Vettel glaubt: Nicht das Rennen ist verkehrt gelaufen, sondern vor allem das Qualifying am Samstag. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison.
Sebastian Vettel (Aston Martin) dreht sich in Zandvoort und wird von Valtteri Bottas (Mercedes) überrundet
Fotocredit: Imago
Tatsächlich war Vettel in Zandvoort bereits in Q1 als 17. ausgeschieden und hatte damit eine schlechte Ausgangslage für den Grand Prix. "Wenn du zu weit hinten stehst, ist es schwierig, diese Positionen wieder gutzumachen, vor allem auf einer Strecke wie dieser hier", erklärte Vettel.
Genau das ist eingetreten: Vettel hing praktisch über die komplette Distanz im Hinterfeld fest.
Dabei hatte sich Vettel vor dem Rennen noch Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden gemacht. Es sei dann auch "gar nicht so schlecht" gelaufen, "aber ich kam einfach nicht an den Autos vorbei", so der viermalige Weltmeister.
Eine taktische Entscheidung warf ihn dann früh im Rennen weit zurück: Aston Martin holte Vettel bereits in Runde zehn zum ersten Reifenwechsel an die Box. Die Entscheidung kritisierte er nicht, aber: "Dann lagen wir am Ende des Feldes", meinte Vettel. "Die Überraschung war dann, dass die Spitze schon kam. Wir haben dann viel Zeit durch die Überrundungen verloren."
Niederlande GP: Vettel geht zu viel Risiko ein
Weil sein AMR21 nicht gut zum Überholen geeignet war und Vettel weit zurücklag, "mussten wir Risiko gehen", so der Deutsche. Doch auch das lief nicht nach Wunsch: Im Duell mit Alfa-Romeo-Fahrer Robert Kubica drehte sich Vettel in Kurve 3 und verlor zwei Positionen.
Er habe das Manöver im Training ein paar Mal in Solofahrt simuliert, meinte Vettel. "Im echten Leben aber ist es eben anders. Ich kam aus dem Windschatten heraus und versuchte mich auf der Innenseite zu positionieren. Dann ging mir das Heck weg und ich drehte mich."
Vettel verteidigte diesen Ansatz: "Ich probierte es [dort], weil ich es ein paar Runden lang in Kurve 1 probiert hatte, es dort aber nicht gereicht hatte. Ich bin da sicher ein Risiko eingegangen, aber ich bereue es nicht. Es hat halt nicht funktioniert, aber den Versuch war es wert."
Wirklich rund sei es erst im letzten Stint gelaufen. Bei freier Fahrt habe der Aston Martin eine solide Geschwindigkeit bewiesen, sagte Vettel: "Die Pace ist nicht das Problem. Wenn alles passt, findest du auch einen Rhythmus. Das hat gepasst. Am Ende haben wir wie verrückt aufgeholt, aber da war es eben zu spät."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/09/05/3213680.jpg)
Sebastian Vettel (Aston Martin) in Zandvoort
Fotocredit: Getty Images
Niederlande GP: Vettel orientiert sich an Alonso
Vettels Fazit zum Niederlande-Grand-Prix überraschte daher nicht: "Wir müssen uns einfach besser qualifizieren. Das ist unsere Schwäche. Wenn wir weiter vorne stehen, dann können wir ein ganz einfaches Rennen haben und einfach mitfahren. Aber so müssen wir mehr probieren und mehr Risiken eingehen, und dann tun wir uns auf so einer Strecke schwer."
Doch Vettel betonte auch: Seine Form habe nichts mit der Naturstrecke in Zandvoort zu tun. "Die ist nicht schuld", erklärte er. "Der Schlüssel ist das Qualifying. Da sind wir zu langsam."
Alpine habe mit Fernando Alonso bewiesen, wie ein Rennen ganz anders verlaufen könne, wenn man sich nur besser qualifiziere. Alonso war von P9 losgefahren und belegte im Ziel P6. "Das kann uns auch passieren, wenn wir weiter vorne starten", sagte Vettel.
"Ich glaube, im Rennen müssen wir uns mit der Pace nicht verstecken, aber wir sind halt oftmals zu weit hinten. Das war ja nicht das erste Rennen, das Murks war, weil es einfach so schwierig ist, da rauszukommen."
Und Besserung sei erst mal nicht in Sicht. Aston Martin fehle "ein bisschen der Speed", sagte Vettel. "Das ist insofern schwierig, weil die Saison bei der Entwicklung gelaufen ist. Vielleicht können wir es aber auch noch etwas mehr auf eine Runde trimmen." In Zandvoort habe sich sein Auto zwar "nicht schlecht" angefühlt, es sei nur "deutlich zu langsam" gewesen.
Das könnte Dich auch interessieren: Ralf Schumacher schießt gegen Mazepin: "Überfordert und frustriert"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/08/27/3208128-65717828-2560-1440.jpg)
Schlimmer Unfall in Spa: Sechs Autos crashen in Eau Rouge
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung