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Mick Schumacher erlebt nächsten Rückschlag - Günther Steiner spielt im Vertragspoker "unglücklichste Rolle"
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Publiziert 05/09/2022 um 14:15 GMT+2 Uhr
Mick Schumacher erlebte beim Grand Prix der Niederlande in Zandvoort trotz eines starken Qualifyings (P8) einen erneuten Rückschlag. Ein Teamfehler kostete den deutschen Haas-Piloten womöglich Punkte - und damit die Zukunft in der Formel 1? Günther Steiner spielt im Poker um Schumacher "die unglücklichste Rolle", während Mercedes-Boss Toto Wolff dem 23-Jährigen Hoffnung schenkt.
Günther Steiner und Mick Schumacher
Fotocredit: Getty Images
Schumacher hat in Zandvoort ein Bewerbungsschreiben für ein Formel-1-Cockpit 2023 abgegeben. Während sein Teamkollege Kevin Magnussen bereits in Q1 ausschied, fuhr er als Achter sensationell in Q3.
Dass es im Rennen dann nicht so klappte wie erhofft, lag weniger am jungen Deutschen als vielmehr am Wagenheber des Haas-Teams.
Trotzdem ist bisher nicht bekannt, ob es für Schumacher in der Formel 1 weitergehen wird. Mit dem Ferrari-Kader steht angeblich die Trennung bevor, bei Alpine rechnen ihm Experten bestenfalls Außenseiterchancen zu, und AlphaTauri hat in Form von Red-Bull-Konsulent Helmut Marko bereits abgesagt.
Bleibt also Haas als realistischste Variante.
Wolff schwärmt von Schumacher
Deutsche Fans träumen davon, Schumacher eines Tages in einem Ferrari oder Mercedes zu sehen, so wie früher seinen Vater Michael. Und tatsächlich gibt es von Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach Zandvoort erneut lobende Worte: "Unsere beiden Autos sind vergeben", sagte er, aber: "Mick verdient einen Platz in der Formel 1."
Wolff argumentierte: "Mick ist eine tolle Persönlichkeit, er hat Talent, ist schnell. Er braucht nur mehr Zeit. Ich hoffe, dass wir weiterhin einen deutschen Fahrer in der Formel 1 haben werden. Wenn ein Platz frei werden sollte, nehmen wir immer den mit der besten Performance. Mick wäre definitiv einer, den wir auf dem Radar hätten."
In der Realität freilich stellt sich die Frage nicht, denn zumindest bis Ende 2023 sind beide Mercedes-Cockpits an den siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton und George Russell vergeben.
Steiner lässt Schumacher-Zukunft offen - Kritik an Haas-Chef
Aber immerhin kamen zuletzt wieder freundlichere Töne von Haas-Teamchef Günther Steiner. Schumacher habe am Samstag einen "guten Job" gemacht und am Sonntag Pech gehabt, befand er.
Trotzdem steht Steiner erneut in der Kritik, und zwar durch Micks Onkel Ralf Schumacher. Der erklärte bei "Sky": "Die unglücklichste Rolle - wie immer - spielt Günther. Er schafft es immer wieder, die Leute zu demotivieren und er schätzt nicht wert, was er im Team hat. Denn er hat zwei gute Piloten." Und unterstrich weiter: "Wäre ich Teammanager, würde ich an beiden Fahrern festhalten."
Nico Rosberg hat sich indes "total gefreut" über Schumachers starke Performance am Samstag: "Mick ist unter Druck und muss liefern. Dann hat er ein so sensationelles Qualifying gezeigt. Er hat Magnussen dominiert. So in die Top 10 zu fahren ist genau das, was er braucht."
Rosberg sieht die besten Chancen auf eine Fortsetzung von Schumachers Formel-1-Karriere "bei Haas und Williams". Und er unterstrich die Worte seines ehemaligen Teamchefs Wolff: "Er hat es verdient, weiterhin in der Startaufstellung zu sein."
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Quelle: Perform
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